Aktuelle Informationen von Pro Haiti und in den Medien
HP's freiwillige Helfer unterstützen Pro Haiti (10. Juli 2011)
Bei der Beladung des nächsten Übersee-Containers mit Hilfsgütern wurde Pro Haiti erstmalig auch durch freiwillige Helfer von Hewlett Packard (HP) unterstützt. Als eine der ersten Aktionen des bei HP Deutschland neu aufgebauten Programms für "Freiwilligenarbeit für soziales Engagement" konnten sich am Standort Böblingen HP-Mitarbeiter für diesen Hilfseinsatz melden. Trotz der sehr kurzfristigen Bekanntgabe waren die gesuchten Plätze schnell vergeben und so kamen am vergangenen Freitag drei HP-Mitarbeiter am Containerstandort in Nagold zum Einsatz. Hier mussten schwere Holzdielen für den Transport bewegt werden, die später einmal zur Türproduktion am CCFPL genutzt werden sollen.
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Weitere Lademannschaften haben schwere Gerätschaften in den Container verladen und eine Zwischendecke eingezogen, so dass der verfügbare Raum im Container wieder optimal genutzt werden konnte. Allen beteiligten Helfern dankt der Verein Pro Haiti für die tatkräftige Unterstützung.
Die nächste Container-Beladung steht an (8. Juli 2011)
Der nächste Übersee-Container für das CCFPL Projekt in Léogâne auf Haiti soll im Juli auf die Reise gehen. Dafür sucht Pro Haiti e.V. wieder stundenweise Unterstützung bei der Beladung des Übersee-Containers. Die Beladung soll am Freitag 8. Juli 2011 in Nagold stattfinden.
Nachschub fürs CCFPL Projekt (28. Mai 2011)
Endlich ist es gelungen, nach mehreren Monaten einen PKW durch den haitianischen Zoll zu bringen. Damit steht für den weiteren Aufbau des CCFPL Projektes neben dem Motorrad jetzt auch ein PKW zur Verfügung. Gleichzeitig wurden auch 2 Übersee-Container aus dem Zollgebiet befreit, so dass dringend benötigte Materialien und Werkzeuge endlich zum Einsatz kommen können. So können momentan zwei Betonmischer gleichzeitig eingesetzt werden, um das erste Deckenstück vom zweigeschossigen Gebäude Nr 1 zu erstellen. Auch eine elektrische Brunnenpumpe und weitere Schweißgeräte werden jetzt zum Aufbau des CCFPL einsetzbar. Die Mauerarbeiten für die untere Etage des Gebäude Nr 1 sind abgeschlossen. Jetzt kann die zweite Ebene folgen.
Sprachheilzentrum Calw sammelt für Haiti (28. Mai 2011)
Das Sprachheilzentrum Calw will auch auf dem diesjährigen Sommerfest wieder Gelder für Haiti sammeln. Das Sommerfest findet statt unter dem Motto "ABENTEUER AUF HOHER SEE" am Christi Himmelfahrtstag, 2. Juni 2011 von 13.30 bis 17.30 Uhr in der Kinderdorfstraße in Calw-Stammheim. Nähere Informationen zum Programm finden sich auf der Homepage: www.sprachheilzentrum-calw.de
Container 7 ist geladen (22. Mai 2011)
Der Pro Haiti Container Nummer 7 für das Aufbauprojekt CCFPL in Léogâne ist nun bis unters Dach voll mit Holz geladen und wartet auf seinen Abtransport. Zusätzlich wird in dem Container noch eine komplette Drehbank und das dazugehörende Werkzeug transportiert. Dank der fähigen Helfer wurden so an nur einem Tag ca. 18 Festmeter Holz verladen. Das Einladen wurde noch durch ein schweres Gewitter mit Starkregen unterbrochen; aber Dank der Unterstützung durch die Spedition konnte das Holz trocken untergestellt werden.
ProHaiti sucht Helfer zur Container-Beladung (15. Mai 2011)
Der nächste Übersee-Container für das CCFPL Projekt in Léogâne auf Haiti soll ab 19. Mai in Nagold beladen werden.
Der Verein Pro Haiti sucht dazu noch dringend einige Helfer, die uns zumindest stundenweise bei der Beladung des Container helfen können.
- Diesmal sind bei trockenen Witterungsverhältnissen insgesamt ca. 20 Festmeter Holz zu verladen. Das Holz wird für die Dachkonstruktion der im Aufbau befindlichen Gebäude für das Ausbildungs- und Produktionszentrum in Léogâne (CCFPL) benötigt. Zudem soll eine Ladung Schreinerholz versandt werden, damit Material für die ersten 100 Türen vorhanden ist, die in der neuen Schreinerwerkstatt des CCFPL entstehen sollen.
Voraussichtlich kann die Container-Beladung schon am Donnerstag, 19 Mai. vormittags beginnen.
Landkreis Böblingen unterstützt CCFPL (3. Mai 2011)
Am 3. Mai 2011 hat Landrat Roland Bernhard für den Landkreis Böblingen zum 24. Male Partnerschaften und Projekte in Ländern der Dritten Welt ausgezeichnet. Dabei wurden gleichzeitig Zuschüsse an insgesamt 24 Initiativen im Landkreis Böblingen verteilt, die alle in einer aktuellen Pressemitteilung des Landratsamt Böblingen ( im Internet: www.landkreis-boeblingen.de ) aufgeführt werden.
- „Es ist ein Zeichen unserer Solidarität mit den bedürftigen Regionen auf dieser Welt und mit den Kreiseinwohnern, die sich dort aktiv einbringen, um einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensverhältnisse der Menschen zu leisten. Es steht unserem global ausgerichteten Landkreis gut, wenn er sich hier mit einbringt." so sieht es Landrat Roland Bernhard.
- Um gefördert werden zu können müssen sie vor allem auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sein.
- Es soll ein Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur geleistet werden.
- Auch soll den betroffenen Menschen geholfen werden, ihren eigenen Lebensunterhalt selbst zu sichern.
- Alles sind aber Hilfen und Projekte, die sie alleine nicht stemmen könnten.
CCFPL präsentiert Elementdecken in Jacmel (1. Mai 2011)
High-Cube fürs CCFPL (20. April 2011)
Neues "Léogâne-Haiti aktuell !" (10. April 2011)
- Um eine schnellere Zustellung zu erreichen und Versandkosten einzusparen, wird die Ausgabe erstmalig auch per Email an alle Vereinsmitglieder verteilt, soweit eine Email-Adresse bekannt ist. Um dem Vereinsvorstand die persönliche Adresse bekannt zu machen, bitten wir um eine kurze Email an: kontakt .at. Pro-Haiti.de
- Im Januar hatten die Bauarbeiten für eines der drei Hauptgebäude des CCFPL, es ist das Gebäude 2, begonnen. Dieses Gebäude mit einer Breite von 12 m und einer Länge von 74 m beinhaltet eine große Schreinerwerkstatt mit 360 m², in der wir die Schreiner ausbilden und eine Türfabrikation betreiben wollen. Des Weiteren beherbergt das Gebäude 2 eine Bauschlosserei mit 144 m², das zentrale Lager mit 64 m², den Raum für die Stromversorgung mit 24 m², sowie die Autowerkstatt mit 240 m². Inzwischen sind bei diesem Gebäude die Maurer fast fertig.
- Am 24. Februar haben wir dann mit dem 2. Gebäude begonnen, es hat die Bezeichnung Gebäude 3. Auch mit diesem Gebäude sind die Maurer schon ganz schön weit. Das Fundament und die Bodenplatte sind seit einer Woche fertig und die Mauern sind schon fast ganz gemauert.
Haiti-Sonntag (10. April 2011)
- Tanja Berger war für vier Monate in Haiti und sie wird nach dem Essen über ihre Eindrücke berichten.
- Vertreter des Pro Haiti Vorstandes werden auch anwesend sein und können Auskunft zu den laufenden Projekten geben.
1. Filigrandecke - Made in Léogâne (4. April 2011)
Holz für Haiti (28. März 2011)
- Baufortschritte am CCFPL
Bericht zur Mitgliederversammlung 2011 (18. März 2011)
Haitianisches Bauschild fürs CCFPL (20. Februar 2011)
- Caritas International (www.caritas-international.de )
- Verein "Paderborn - eine Region hilft e.V." (www.paderborn-eine-region-hilft.de)
- Biohaus-Stiftung für Umwelt und Gerechtigkeit, Paderborn
- Arbeitskreis „Eine Welt“ St. Georg Köln-Weiß e.V. (www.akeinewelt.org)
Google zeigt CCFPL Baustelle (14. Februar 2011)
- Neben den bereits eingedecktem Lager- und Werkstattsgebäude sind dort zwei Wohnhäuser im Aufbau.
- Ebenso ein zentrales Sanitärgebäude und die Anlage des benachbarten Dreikammersystem.
- Zu diesem Zeitpunkt waren gerade die ersten Baumaschinen vom Hafen der Hauptstadt überführt worden.
Tanja Berger zurück aus Haiti (30. Januar 2011)
Pro-Haiti Mitglied Tanja Berger ist vor wenigen Tagen gut und gesund aus Haiti zurückgekehrt. Sie war auf eigene Initiative seit Anfang Oktober 2010 in Jérémie auf Haiti, um dort für vier Monate Entwicklungshilfe in einem Montessori-Kindergarten zu leisten. Dieser Kindergarten Caracolie wurde in den 90-er Jahren durch Hilfe vom Ehepaar Groll aus Gechingen aufgebaut. In ihrem Blog http://destination-haiti.blogspot.comschreibt Tanja Berger über ihre Eindrücke und Begegnungen. Anhand ihrer Berichte und Fotos kann man so einen Einblick in die dortigen Verhältnisse bekommen.
Botschafter dankt Haiti Freunden (23. Januar 2011)
Das größte Problem Haitis (12. Januar 2011)
Grundsteine sind gesetzt (12. Januar 2011)
EMail nach Haiti (16. Januar 2011)
- Bitte groll2011 und direkt anschließend @pro-haiti.de als EMailadresse eintragen.
Botschafter von Haiti kommt (am 23. Januar 2011)
Neues "Léogâne-Haiti aktuell !" (12. Januar 2011)
Ein Jahr nach dem großen Erdbeben in Haiti (12. Januar 2011)
Aufbau in Léogâne (10. Januar 2011)
Sternsingeraktion half bei Aufbau von Schulen (6. Januar 2011)
Unruhen beeinträchtigten die Hilfsprojekte in Haiti (12. Dezember 2010)
- "Die Stimmung beeinträchtigt die Arbeit von internationalen und humanitären Organisationen wie die Caritas. Die Hilfsorganisationen sind zu strengen Sicherheitsauflagen gezwungen, um ihr entsandtes Personal zu schützen. Auch am Caritas-Projektstandort Léogâne ist die Mobilität seit Dienstag stark eingeschränkt. Die Konsequenzen bekommt die Arbeit von kürzlich eingetroffenen Caritas-Helfern in der Stadt westlich von Port-au-Prince zu spüren, die die Maßnahmen von Caritas im Kampf gegen die Cholera in Léogâne flankieren sollen."
- "Durch die Kooperation mit "Apotheker ohne Grenzen" ist es gelungen, die Gesundheitsstation mit weiteren Medikamenten zu beliefern. Eine halbe Tonne Hilfslieferung mit Choleramedikamenten, Wasseraufbereitungstabletten und Infusionslösungen ist am 2. Dezember in Port-au-Prince eingetroffen."
Beeinträchtigungen für das Aufbauprojekt in Léogâne (12. Dezember 2010)
Am Sonntag berichtete Ehepaar Groll aus Léogâne, dass es wegen der Unruhen bis zum Wochenende auch dort Behinderungen gab. Erst am Samstag konnte Franz Groll wieder Benzin tanken, was dann auch dringend nötig war. Aber geplante Einkäufe in der Hauptstadt Port-au-Prince mussten bis auf weiteres verschoben werden. Gutes Trinkwasser kann in Léogâne recht günstig eingekauft werden. Franz und Marie-Josée Groll können so gut die nötigen Hygienemaßnahmen einhalten und fühlen sich sicher.
In diesem Haus direkt neben den Schuttbergen der beim Erdbeben zerstörten Kirche im Zentrum von Léogâne wohnt das Ehepaar Groll vorübergehend bis die neuen Wohnhäuser am Bauplatz fertig gestellt sind.Haitianer finden Arbeit auf der Baustelle (November 2010)
Michael Groll berichtet über Haiti (November 2010)
Franz Groll berichtet aus Léogâne (17. November 2010)
Aktuelles aus Léogâne in Haiti (7. November 2010)
Erster Bericht Léogâne-Haiti aktuell ! (7. November 2010)
Container L02 in Haiti (Oktober 2010)
Tanja Berger berichtet aus Haiti (Oktober 2010)
Benefizkonzert für Haiti (23. Oktober 2010)
Ehepaar Groll ist in Haiti angekommen (30. September 2010)
Verabschiedung von Ehepaar Groll nach Haiti (12. September 2010)
Feria spendet für Pro-Haiti Projekte (11. September 2010)
Ein Bericht über die Pro Haiti Mitgliederversammlung 2010 ist hier als 4-seitige PDF-Datei verfügbar.
Einladung zur Ordentlichen Mitgliederversammlung auf Freitag, 26. März 2010, 20.00 Uhr
in den Gemeindesaal der katholischen Kirche St. Fidelis in Aidlingen-DeufringenSternsinger-Blog des Kindermissionswerks
Aufbauhilfen nach dem schweren Erdbeben
- Die Grundschule ist beschädigt und muss repariert werden. Die Kosten übernimmt das Kindermissionswerk in Aachen, bekannt durch die Sternsingeraktionen.
- Die Sekundarschule ist wegen baulicher Mängel eingestürzt. Spontan entschloss sich PRO HAITI zu helfen. Die Kosten für den Aufbau wurden von einem einheimischen Bauingenieur auf umgerechnet rund 50.000,- Euro geschätzt. Der Aufbau soll sofort beginnen. Eine erste Rate von € 10.000,- Euro hat der Verein aus dem für Jeremie geplanten Geld bereits überwiesen und hofft, den Gesamtbetrag durch großzügige Spenden wieder hereinzubekommen.
Haiti-Sonntag am 21. März 2010 in der katholischen Kirche Maria Himmelfahrt in Aidlingen
Franz Groll, der gerade aus Haiti zurückgekehrt ist, berichtete vielen Zuhörern über die aktuelle Lage in Haiti- Im Februar 2010 schreibt Dr. Edgar Scherer, Vorsitzender des Vereins:
Am 10. Februar 2010 wurde in den Stuttgarter Nachrichten dieser Bericht von Hermann G. Abmayr veröffentlicht:
Im Januar 2010 erscheint im Schwarzwälder Bote ein Bericht von Von Marion Selent-Witowski:
- Um gefördert werden zu können müssen sie vor allem auf Nachhaltigkeit ausgerichtet sein.
- Es soll ein Beitrag zur Verbesserung der Infrastruktur geleistet werden.
- Auch soll den betroffenen Menschen geholfen werden, ihren eigenen Lebensunterhalt selbst zu sichern.
- Alles sind aber Hilfen und Projekte, die sie alleine nicht stemmen könnten.
Nur ein Tropfen auf einem heißen Stein. Mehr kann die freiwillige Unterstützung für die Projekte in den Ländern der Dritten Welt, die von Initiativen aus dem Landkreis getragen werden, nicht sein. Dennoch sind die insgesamt 25.000 EURO, die der Kreistag auch für 2011 wieder bewilligt hat, für die Empfänger der Fördergelder ein wichtiger Beitrag.
Der Förderverein Pro Haiti, Aidlingen, vertreten durch Dr. Michael Ksoll, erhält für das im Aufbau befindliche Ausbildungszentrum CCFPL in Léogâne auf Haiti einen Zuschuss von 2.000 Euro.
Pro Haiti e.V. begrüßt diese jährliche Aktion des Landkreises sehr und freut sich über die wiederholte Unterstützung der eigenen Projekte in Haiti, die im besonderen Maße die Kriterien für die Förderung erfüllen, die der Landkreis so sinnvoll definiert hat:
Anlässlich einer Messeausstellung am 1. Mai in Jacmel (ca. 40 km südlich von Léogâne) hat das CCFPL Projekt ein selbstgefertigtes Deckenelement präsentiert. Für diese Ausstellung wurde extra ein kleines Element, 60cm x 180cm gegossen, das mit 4 Mann getragen werden kann.
Wie zuvor berichtet, wurde Ende März auf der CCFPL Baustelle der Betoniertisch für die Herstellung der Elementdecken erfolgreich in Betrieb genommen.
Ab Mitte April wird nun jeden Tag ein Segment produziert, mehr ist technisch nicht möglich. Für das zweigeschossige Gebäude1 sind insgesamt 86 Deckenelemente erforderlich. Wenn alles planmäßig verläuft, wird Mitte Juli dann das letzte Deckenelement gegossen.
Nachdem jetzt die Ergebnisse der Bodenuntersuchung für dieses Gebäude1 vorliegen, konnte mit den Fundamentarbeiten und der Bodenplatte begonnen werden.
Bodenplatte für Gebäude1 vorm Rohbau von Gebäude2
Im letzten "Haiti aktuell" Bericht von Marie-Josée und Franz Groll schreiben sie:
"Alle schätzen es, Arbeit bekommen zu haben und wir haben immer noch sechs Bauarbeiter, die täglich die mühsame Strecke von Port-au-Prince hierher fahren… Arbeit bedeutet eben für sie, die Kinder ernähren und das Schulgeld für sie bezahlen zu können… "
In den vergangen Tagen wurde von Pro Haiti erstmalig ein 40 Fuß großer High-Cube Container für das CCFPL Projekt in Léogâne beladen und auf die Reise geschickt.
So ein High-Cube ist über 12 Meter lang und noch mal ca. 30 cm höher als ein gewöhnlicher Übersee-Container.
Dieser große Stauraum wurde nötigt, weil diesmal besonders hohe Gerätschaften verladen werden mussten. Dazu gehören ein kompletter Gabelstapler und ein Bodenfertiger, mit dem im Gebäude3 des CCFPL bald Hohlblocksteine produziert werden sollen.
Das Containerbeladen verlangte diesmal besonders feines Fingerspitzengefühl, da trotz Überhöhe die großen Teile millimetergenau eingepasst werden mussten.
Zusätzlich wurden in diesen Container weitere Bauwerkzeuge, Gerüstmaterial und Patentsprieße verstaut.
In diesen Tagen wird die neuste Ausgabe der kleinen Zeitung "Léogâne-Haiti aktuell !" an alle Mitglieder und Unterstützer verteilt.
Marie-Josée und Franz Groll berichten Ende März 2011 in ihrer 3. Ausgabe von "Haiti aktuell" aus Léogâne unter anderem:
Rechts das Gebäude 2 mit der Einfahrt zur Kfz-Werkstatt und links das Gebäude 3
Die kath. Kirchengemeinde Aidlingen lädt ein zum traditionellen Haiti-Sonntag am 10. April 2011.
Um 10:30 Uhr beginnt eine Wortgottesfeier in der Kirche Maria Himmelfahrt in Aidlingen.
Anschließend wird im Gemeindesaal ein Mittagessen angeboten und später auch Kaffee und Kuchen.
Jetzt konnte Franz Groll von der Baustelle des CCFPL berichten, dass die erste Filigrandecke dort erfolgreich produziert wurde und hat dazu dieses Foto übermittelt:
1. Filigrandecke - Made in LéogâneDas Halbfertigteil besteht aus einer 4 bis 6 cm dicken Stahlbetonplatte. Es ist bereits mit dem für den Endzustand notwendigen Betonstahl bewehrt. Nach dem Giessen auf einem Betoniertisch kann bereits am folgenden Tag diese Halbfertigteildecke angehoben werden und zum Baustelleneinsatz transportiert werden. Vor Ort muss dann nur noch die weitere Stahlbewehrung fixiert werden bevor alles mit Ortbeton überdeckt wird.
Bereits im letzten Sommer hatte Pro Haiti den dafür nötigen Betoniertisch in der Länge von 5,50 m und 2,30 m Breite bei der Firma Weckenmann Anlagentechnik aus Dormettingen bestellt und im Herbst per Überseecontainer nach Léogâne verschifft. In den folgenden Tagen wurden auf der Baustelle des CCFPL fünf weitere Deckenelemente gegossen. Danach soll diese Technik auf der Baustelle wieder zum Einsatz kommen, wenn mit dem Bau der zweigeschossigen Gebäude begonnen werden kann. Vorher muss noch das Ergebnis der laufenden Bodenuntersuchungen abgewartet werden. Trotzdem gibt es schon erste Interessen für diese Deckenelemente für Neubauten in der Hauptstadt Port-au-Prince. Das CCFPL kann später natürlich solche Dienstleistungen anbieten, zumindest wenn die nötigen Transportfahrzeuge endlich mal vom haitianischen Zoll freigegeben werden, wo diese schon monatelang warten müssen.
Vielleicht fragen sich einige, warum man in Haiti denn so eine aufwendige Betoniertechnik einsetzen will. In Deutschland hat man doch über viele Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts hin auch ohne Halbfertigteildecken mit einfachen Mitteln gearbeitet. Diese traditionelle Methode wird bisher in Haiti auch vielfach eingesetzt; aber sie hat gerade dort gravierende Nachteile. Für eine Deckenschalung braucht man so große Mengen an Schalbrettern und eine entsprechende große Anzahl von Stützen. Tragischerweise werden für die Stützen in dem holzarmen Land Haiti große Mengen von jungen Bäume abgehackt, die dann als armdicke Sprieße häufig nur einmal eingesetzt werden. Durch die Nutzung von Deckenelementen sind einerseits keine Schalbretter mehr nötig und andererseits werden vom CCFPL wiederverwendbare Stahlstützen benutzt.
Beim Aufbau der Hauptgebäude für das Ausbildungs- und Produktionszentrum in Léogâne (CCFPL) geht es weiter voran.
Zeitweilig sind jetzt mehr als 60 haitianische Bauarbeiter und Hilfskräfte im täglichen Einsatz auf der Baustelle.
Die Maurerarbeiten am 75 Meter langen mittleren Gebäude sind praktisch abgeschlossen und gleichzeitig wurde mit dem Nachbargebäude begonnen. Dort ist die Bodenplatte inzwischen fertig gestellt.Leider muss auch viel Baumaterial in Deutschland eingekauft werden und dann aufwendig in großen Übersee-Containern nach Haiti verschifft werden.
So wurden von Pro Haiti hier jetzt wieder große Mengen Bauholz eingekauft und in Nagold in zwei angekaufte Container umgeladen.Dabei ist auch immer viel Handarbeit nötig, um die großen Mengen möglichst Platz sparend in den Containern unterzubringen. Neben einige Aktiven aus dem Vorstand finden sich glücklicherweise auch immer wieder weitere Helfer bereit, hier mitzuwirken.
Zuletzt wurden so Willi Krull und Erwin Prinz von Bernhard Schneider und Kurt Schäuble unterstützt.
Somit stehen jetzt wieder zwei Container bereit für ihre lange Reise zum Hamburger Hafen und dann weiter nach Haiti. Vielen Dank an alle Helfer für diese Aktion !
Der Aufbau des fast 75 Meter langen, mittleren Gebäudes für das Ausbildungs- und Produktionszentrum in Léogâne (CCFPL) macht gute Fortschritte. Ende Februar waren fast alle Betonpfeiler betoniert und es wurden die vielen Wände weiter fleißig verputzt. Das ist bei den vielen Ecken ziemlich zeitraubend. Jetzt wird hoffentlich bald weiteres Baumaterial (Holz für die Dachkonstruktion) im Container zur Baustelle ausgeliefert.
Das Foto zeigt den Baufortschritt von Ende Februar
Mitglieder und interessierte Gäste waren zur diesjährigen Mitgliederversammlung am Freitag. 18. März 2011, im Gemeindesaal der kath. Kirche in Aidlingen erschienen.
Der erste Vorsitzende Dr. Edgar Scherer gab zunächst einen Bericht zur Lage in Haiti, zu den besonderen Schwierigkeiten des letzten Jahres (Erdbeben, Wirbelsturm und Cholera). Ferner wurden die Projekte des Vereins Aufbaufinanzierung einer Schule in den Bergen von Jérémie und das aktuelle Großprojekt CCFPL zum Aufbau eines neuen Ausbildungs- und Produktionszentrum in Léogâne vorgestellt. Dabei wurden auch die unterstützenden Organisationen mit ihren Beteiligungen benannt.
Im vergangen Jahr gab es für den vergrößerten Vorstand sehr viel zu tun, da für das CCFPL Projekt auch in Deutschland sehr viel an Vorbereitungen und Materialeinkäufen zu organisieren ist. Insgesamt wurden dafür schon mehr als 10 Übersee-Container nach Haiti gesandt; leider stehen wegen sehr schleppender Bearbeitung einige davon schon seit Monaten beim den haitianischen Zollbehörden im Hafengebiet der Hauptstadt Port au Prince.
Der Kassenführer Rolf Kossbiel konnte berichten, dass den stark erhöhten Ausgaben des Vereins zum Glück auch einiges an erhöhtem Spendenaufkommen gegenüberstand. Zum Abschluss der Versammlung konnten anhand von Fotos, die das Ehepaar Groll und andere Quellen dem Verein zur Verfügung gestellt haben, einige Eindrücke vermittelt werden, wie die Situation in Haiti ist und welche Herausforderungen die Haitianer noch zu bewältigen haben.
Ein farbiges Bauschild wurde in haitianischer Tradition erstellt und am Bauplatz für das neue Ausbildungs- und Produktionszentrum in Léogâne aufgestellt. Dieses trägt den Namen "Centre Catholique de Formation et de Production à Léogâne" und wird mit CCFPL abgekürzt. Neben dem beruflichen Ausbildungszentrum für alle Bauberufe entstehen dort auch Produktionsstätten für Stein-Hohlblocks, Fenster und Türen aus Holz und aus Stahl, sowie für Tore und Gitter.
Leider sind bis heute die staatlichen Strukturen in Haiti nur schwach und die einzigen stabilen und zuverlässigen Strukturen sind nur bei den kirchlichen Organisationen zu finden. Daher wurde von Pro Haiti als Träger des Projektes die Erzdiözese Port-au-Prince ausgesucht. Die katholische Kirche stellt in der Pfarrgemeinde Rose de Lima von Léogâne für das Projekt ein Grundstück mit etwa 1 ha Größe zur Verfügung. Deshalb hat der Träger den Namen "Centre Catholique de Formation et de Production à Léogâne" (CCFPL) ausgewählt. Diese Regelung folgt der Vereinssatzung von Pro Haiti, die im Paragraph 2 bestimmt: "Die Projekte müssen mit einem haitianischen Träger abgestimmt und von diesem beantragt sein."
Ein Projekt dieser Größenordnung (nach heutigem Stand ca. 2,6 Millionen Euro) ist von unseren Verein Pro Haiti natürlich nicht alleine zu stemmen und daher sind auf dem Bauschild auch alle Unterstützer aufgeführt:
Der allergrößte Teil der Projektkosten wird aus Spenden der deutschen Bevölkerung an Caritas International finanziert. Caritas International hat für die Realisierung dieser nachhaltigen Hilfsmassnahme unseren Verein Pro Haiti ausgewählt, weil wir ein sehr überzeugendes Konzept vorlegen konnten und über sehr gute und jahrelange Erfahrung mit Projekten in Haiti verfügen.
Dieser gemeinnützige Verein hat es geschafft nach dem großen Erdbeben pro Einwohner der Stadt Paderborn ca. einen Euro für den Wiederaufbau in Haiti einzusammeln.
Willi Ernst, der Stiftungsgründer Biohaus-Stiftung, plant persönlich nach Léogâne zu kommen, um auf den Dächern der neuen Gebäude eine große Solarstromanlage aufzubauen. Die Süddeutsche Zeitung berichtete schon über diesen Solar-Entwicklungshelfer.
Der Arbeitskreis "Eine Welt" aus Köln-Weiß ist schon lange freundschaftlich mit Pro-Haiti verbunden und hatte als erster Unterstützer für das Projekt CCFPL eine große Finanzierungsbeteiligung zugesagt.
Die Kartendienste von Google zeigen jetzt schon die ersten Baumassnahmen auf dem Geländes des zukünftigen Ausbildungs- und Produktionszentrum in Léogâne (CCFPL). Kurz nach dem Wirbelsturm Tomas Haiti überzogen hatte, wurden am frühen Nachmittag des 8. November 2010 aktuelle Luftaufnahmen vom Baugrundstück gemacht, die jetzt in Google Maps und Google Earth zu sehen sind.
Am westlichen Grundstücksende in der Nähe des vorhandenen Baumbestandes sind die damaligen Baufortschritte gut zuerkennen:
Dieser Blick von Norden zeigt den damaligen Stand wie er heute bei Google zu sehen.
Wer Google Earth installiert hat, kann auch "historische" Luftaufnahmen anschauen, die Haiti vor und nach dem großen Erdbeben zeigen. Es ist eine wahre Ironie des Schicksals, dass heute im Internet das aktuellste Luftbildmaterial für Haiti zu finden ist, während in deutschen Landen selbst Wohngebiete, die schon seit 10 Jahren existieren, dort nicht auf Luftaufnahmen zu sehen sind.
Großbaustelle CCFPL in Léogâne (22. Januar 2011)
Für den Aufbau des neuen Ausbildungs- und Produktions-zentrums CCFPL in Léogâne wurde inzwischen auf dem Baugrundstück eine wahre Großbaustelle eingerichtet. Franz Groll berichtet, dass Ende Januar schon über 40 haitianische Arbeitskräfte täglich auf der Baustelle arbeiteten.
Der Aufbau schreitet daher sehr schnell voran. Ein Grossteil der Fundamente und der Bodenplatte waren in den ersten beiden Wochen fertig gestellt worden. Und in kurzer Zeit wurden so bereits schon mehr als 6 Tonnen Stahl und etwa 1000 Sack Zement verarbeitet.
Das Foto vom 22. Januar zeigt alle Mitarbeiter am CCFPL
Zum Abschluss ihres Aufenthaltes in Haiti kam sie auch wieder in die vom Erdbeben stark verwüstete Region um die Hauptstadt Port au Prince und nach Léogâne.
Dort konnte Tanja Berger auch Marie-Joseé und Franz Groll in ihrem neuen Zuhause auf dem Baugrundstück für das neue Ausbildungs- und Produktions-zentrums in Léogâne besuchen.
Dieses Foto vom Ehepaar Groll unter der Sonne Haitis brachte uns Tanja Berger mit.
Am Sonntag, 23. Januar 2011, besuchte S.E. Botschafter von Haiti Jean-Robert Saget die Renninger Krippenausstellung in der Malmsheimer Kirche. Die diesjährigen Einnahmen aus der Krippenausstellung werden für den Wiederaufbau einer Schule in Léogâne zur Verfügung gestellt.
Der Botschafter sprach in perfektem Deutsch zu den Besuchern und dankte allen Haiti Freunden in Deutschland für die großartige Unterstützung seiner Landes - besonders auch nach dem schweren Erdbeben im Januar 2010. Er bestätigte, dass sein Land noch auf Jahre hin auf Hilfe aus dem Ausland angewiesen ist und diese Hilfe muss gut mit den Haitianer vor Ort abgestimmt sein, damit sie optimal wirken kann. Nach seiner Rückkehr nach Haiti will er sich auch persönlich dafür einsetzen, dass die ausländischen Hilfen gut umgesetzt werden.
In der neusten Ausgabe der kleinen Zeitung "Léogâne-Haiti aktuell !" schreiben Marie-Josée und Franz Groll:
Das größte Problem ist das mangelnde Geld, das für den Wiederaufbau benötigt wird. Und das, obwohl hunderte von Millionen gespendet wurden und etwa 40 „Geberländer" versprochen haben, jährlich eine Milliarde Dollar zur Verfügung zu stellen. Das Geld kommt bis jetzt hier, wenn überhaupt, wohl nur in sehr geringem Umfang an. Mit unserem Projekt wollen wir versuchen, diese Situation auf fast allen Problemebenen etwas zu verbessern, natürlich nur in der unmittelbaren Umgebung von Léogâne. An einen Wiederaufbau ohne effektive Hilfe von außen ist da nicht zu denken!!
Produktions-zentrums in Léogâne gesetzt. Bezeichnenderweise haben dies die Haitianischen Bauleute selbst in die Hand genommen und somit selbst den Grundstein für eine gute eigene Entwicklung gelegt. Franz Groll berichtet dazu: "Ich bin zur Baustelle gegangen. Da hatten einige, die schon bei der Unterkunft mitgearbeitet hatten, schon den ersten Mörtel für die Natursteinfundamente angemacht. Ich musste gar keine Anweisung geben. Das Setzen des ersten Steines habe ich dann gar nicht mitbekommen, die Mannen waren nicht zu halten."
Ca. 40 Haitianer arbeiten täglich auf der Baustelle. [Druckversion]
Auch in der neuen Unterkunft neben der Baustelle hat das Ehepaar Groll eine Internetverbindung, die es im begrenzten Maße erlaubt, EMails auszutauschen. (Papierpost kommt leider in Haiti nicht an.) Wer also Marie-Josée und Franz Groll schreiben möchte, darf ihnen gerne eine EMail an diese öffentliche Adresse schicken:
Ihre EMail wird dann sofort automatisch an die private Adresse von Ehepaar Groll weitergeleitet. Bitte keine Anhänge (Bilder)anfügen, die größer als 300KB sind!
Am Sonntag, 23. Januar 2011, kommt S.E. Botschafter von Haiti Jean-Robert Saget nach Renningen. Auf Einladung des Renninger Pfarrers Pitzal besucht er dort die aktuelle Krippenausstellung (www.kripperenningen.de) in der Malmsheimer Kirche. Er wird begleitet vom Honorarkonsul für Haiti Dr. Edgar Scherer aus Dachtel. Zum Abendlob an der Krippe um 17:30 Uhr wird der Botschafter eine Ansprache halten.
Die diesjährigen Einnahmen aus der Krippenausstellung werden für Haiti zur Verfügung gestellt. Auf Empfehlung unseres Vereinsmitgliedes Franz Groll soll dem Schwesternorden "Compagnes des Jésus" geholfen werden, eine durch das Erdbeben zerstörte Sekundarschule in Léogâne wieder aufzubauen.
Abendlob an der Krippe mit S.E. Botschafter Jean-Robert Saget aus Haiti und Paul Nemeth, MdL.
Musikalische Umrahmung: Bonifatius Consort Renningen
Katholische Kirche St. Martinus - Sonntag 23. Januar 2011, 17:30 Uhr
In diesen Tagen wird die neuste Ausgabe der kleinen Zeitung "Léogâne-Haiti aktuell !" an alle Mitglieder und Unterstützer verteilt. Marie-Josée und Franz Groll berichten darin aus Léogâne auf Haiti zum Jahresanfang 2011. Unter anderem schreiben sie darin:
"Wir sind jetzt 3 Monate hier. In dieser Zeit sind vor allem wichtige Vorarbeiten geleistet worden. Noch vor unserer Ankunft hat Franz ein Lager bauen und einen Brunnen bohren lassen. Mit Michaels Hilfe wurden 2 Holzhäuser gebaut, in denen jetzt dann 8 Fachkräfte aus Jérémie wohnen, das Interimsbüro eingerichtet wird und wir haben am 29.12. ein kleines Appartement mit 22 m² bezogen, gleichzeitig sind 2 ehemalige Mechaniker-Lehrlinge vom Centre Technique in Jérémie eingezogen, die hier bis nachts um 9:00 Uhr Gitter, Tore und Vorrichtungen schweißen. Zusätzlich ist eine Küche, ein Dusch- und Toilettenhaus und eine Werkstatt gebaut worden, dazu eine kleine 3-Kammer-Kläranlage und für die Schule wurde auch schon die große Drei-Kammer-Kläranlage gebaut."
Die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)veranstaltet dazu den Themen-Abend "Haiti - zwischen Chaos und Hoffnung".
Eine Einladung und einen Flyer zur Veranstaltung findet man auf der SEZ Homepage: www.sez.de
Der Aufbau der Hauptgebäude für das Ausbildungs- und Produktions-zentrums in Léogâne kann jetzt beginnen. Die Bauarbeiten für die Unterkünfte auf dem Baugrundstück sind zügig vorangekommen und nahezu abgeschlossen. Seit Jahresende 2010 wohnt das Ehepaar Groll bereits in den neuen Unterkünften.
Das ist bis jetzt entstanden: Links im Bild die Werkstatt und das Lager, in der Mitte und rechts die beiden Holzhäuser. In der Mitte des linken Hauses wohnen Grolls, links davon ist das Büro und rechts die Küche und im rechten Haus können 8 Mitarbeiter wohnen. Zwischen den beiden Häusern ist das Dusch- und Toilettenhaus mit einer Zisterne unterm Dach. [Druckversion]Erfahrene Arbeitskräfte kommen in diesen Tagen aus Jérémie nach Léogâne. In den letzten Tagen wurden bei Anfragen von Baufachkräften und Hilfskräften aus Léogâne und Umgebung auch Zusagen gemacht, dass sie ab 10. Januar 2011 eine Arbeit bekommen können. Zunächst soll ein großes eingeschossiges Gebäude errichtet werden.
Die Vorbereitungen für ein Hauptgebäude haben begonnen [Druckversion]Große Steine wurden angefahren, auf denen dann das eigentliche Fundament mit armiertem Beton aufbauen wird. So kann jetzt genau ein Jahr nach dem großen Erdbeben der erste Stein für das neue Ausbildungs- und Produktions-zentrums in Léogâne gesetzt werden.
Durch zusätzliche Spendengelder des durch die jährliche Sternsingeraktion bekannten Kindermissionswerkes konnten im letzten Jahr zwei Schulen in den Bergen bei Jérémie im Westen der Insel Haiti aufgebaut werden.
Eine Sekundarschule war wegen baulicher Mängel eingestürzt. Spontan entschloss sich Pro Haiti hier zu helfen und hat bis Ende 2010 insgesamt 40.000,- Euro zur Verfügung gestellt. Zusätzlich hat das Kindermissionswerk diese Beträge aufgestockt und so konnten bei einem günstigen Umrechnungskurs insgesamt ca. 60.000 US Dollar investiert werden. Der Aufbau der Sekundarschule konnte im Oktober 2010 weitestgehend abgeschlossen werden und der Schulbetrieb konnte wieder aufgenommen werden. Wir berichten dazu unter der Seite Projekte in Jérémie.
Nach den Wahlen in Haiti kam es letzte Woche in weiten Teilen des Landes zu Protesten und Ausschreitungen. Am 8.Dezember berichtet dazu Caritas International auf seiner Webseite, dass die Arbeit von Hilfsorganisationen durch die Unruhen stark beeinträchtigt ist:
Caritas International hat kurz zuvor begonnen, die Gesundheitsstationen in Léogâne für die Cholera-Vorsorge und die Behandlung von Kranken auszurüsten: "Infusionslösungen, Grundversorgung und sauberes Trinkwasser für Kranke stehen bereit. In der Gesundheitsstation in Léogâne besteht die Möglichkeit, Infizierte gesondert unterzubringen."
Die Berichte und Bilder, die Michael Groll vom Besuch bei seinen Eltern Marie-Josée und Franz Groll in Léogâne auf Haiti mitgebracht hat, zeigen, dass einige Haitianer schon jetzt auf der Baustelle des Ausbildungs- und Produktions-zentrums eine Arbeit finden. Für die Erd- und Mauererarbeiten der ersten Wohnhäuser wurden bis zu 20 einheimische Helfer angestellt. Um bei den schweren Arbeiten schnell voranzukommen und gleichzeitig eine konstant gute Qualität sicher zu stellen, wurden auch einige Maschinen in Betrieb genommen, die den Haitianer bisher unbekannt waren. So wurden meist gebrauchte Baumaschinen aus Deutschland eingeführt: z.B. ein Rüttler zur Bodenverfestigung oder eine Mischmaschine zur Herstellung von Beton direkt an der Baustelle. Die Bauarbeiter waren sehr daran interessiert und wollten die Geräte gleich selber ausprobieren.
Projektleiter Franz Groll zeigt den Umgang mit dem RüttlerAber auch im Umfeld der Baustelle bietet sich für die einheimische Bevölkerung die Gelegenheit, Arbeit zu finden. So hat einen Haitianerin gleich auf dem Baugrundstück eine Feldküche eingerichtet, um die Bauarbeiter zu versorgen.
Diese Haitianerin versorgt die ca. 20 Mitarbeiter mit ihrer mobilen Küche.
Im Oktober und November besuchte Michael Groll seine Eltern Marie-Josée und Franz Groll in Léogâne auf Haiti. Michael Groll setzte seinen Urlaub ein, um seinen Vater beim Aufbauprojekt des Ausbildungs- und Produktions-zentrum tatkräftig zu unterstützen. Innerhalb weniger Wochen konnte so der Rohbau für die beiden ersten Wohngebäude auf dem Baugrundstück erstellt werden. Ebenso konnten die beiden Grolls weitere Baufahrzeuge und restliches Baumaterial vom Hafen in Port-au-Prince nach Léogâne transportieren. Durch Auswirkungen des Wirbelsturms Tomas in Haiti mussten die Baumaßnahmen dann kurz unterbrochen werden und der Rückflug von Michael Groll verzögert sich so auch. Am letzten Wochenende kam er wieder in die schwäbische Heimat und berichtete dem Vorstand von Pro Haiti über seinen Aufenthalt und zeige dazu auch aktuelle Bilder aus Haiti und speziell von der Baustelle.
Anfang Oktober erntete dieser Bauer noch einmal Zuckerrohr vom Baugrundstück.
Kurz darauf begannen die ersten Erd- und Mauererarbeiten, bei denen bis zu 20 einheimische Helfer Arbeit gefunden haben.
Rechts eines der beiden Wohnhäuser und links das gemeinsame Sanitärgebäude.Der Vorstand von Pro Haiti dankt Michael Groll für seinen großen persönlichen Einsatz und die ausführliche Berichterstattung. Wir wünschen ihm weiterhin viel Ausdauer und Erfolg bei seinen weiteren Vorbereitungen für einen längeren Haiti-Aufenthalt, der für das Jahr 2011 vorgesehen ist.
Am 17. Nov. 2010 berichtet Franz Groll: "Nachdem der Tropensturm Tomas wieder abgezogen war und viel Regenwasser hinterlassen hatte, war heute ein harter Tag.
Der erste große Übersee-Container mit über 12 Metern Länge (40 Fuß Container) wurde mit der restlichen Ladung vom Hafen in Port-au-Prince nach Léogâne transportiert. Der haitianische Zoll hat diesmal auch sehr gut mitgespielt: etwa um 9:30 Uhr haben wir das Terminal verlassen und um 10:40 Uhr waren wir schon in Léogâne.An der Baustelle für das Ausbildungs- und Produktions-zentrum in Léogâne haben wir den Container zunächst entladen. Dann sollte der leere Container mit Bagger und Schaufellader vom Sattelzug gehoben werden. Es ist fast alles so gelaufen wie ich es mir vorgestellt hatte. Nur der Bagger hätte mich fast im Stich gelassen. Während der Vorbereitung der Abhebeaktion ist er auf dem Grundstück an einer Stelle etwa 10 bis 15 cm tief eingesunken. Ich musste ihn mit seinem Baggerlöffel wieder herausziehen.
Letztendlich habe ich es aber geschafft, den Container hinten mit dem Bagger anzuheben und mit dem Schaufellader darunter zu fahren, dann bin ich mit dem Bagger nach vorne gefahren und habe den Container vorne abgehoben, sodass der Sattelzug herausfahren konnte. Dann kam das Absetzmanöver Stück für Stück, wobei mir die Hydraulik des Baggers geholfen hat. Danach wurde der Container zum Teil wieder beladen, da er jetzt auch als Lagerraum auf dem Baustellengelände dient.
Beim Aufbauprojekt des Ausbildungs- und Produktions-zentrum in Léogâne sind durch den Wirbelsturm Tomas auf der Baustelle an den Gebäuden keine Schäden entstanden. Die Fortführung der Bauarbeiten mussten jedoch wegen der starken Regenfälle unterbrochen werden. Ende Oktober wurden ein Bagger und ein Schaufellader vom haitianischen Zoll freigegeben. Trotz der geringen Fahrgeschwindigkeit der beiden Fahrzeuge konnten sie vom Hafen bis nach Léogâne in 3 Stunden überführt werden. Der Bagger und der Schaufellader wird auch benötigt um in Léogâne den leeren Übersee-Container vom Sattelzug abzusetzen. Sobald das Wetter wieder besser ist und sowohl die Zufahrt als auch das Grundstück etwas abgetrocknet sind, soll der erste Container nach Léogâne überführt werden. Trotz der widrigen Umstände ist der Aufbau des ersten Holzhauses weit fortgeschritten. Bei der Küche und dem WC mit Dusche für das kleine Apartment sind die Rohrleitungen verlegt und es werden jetzt die Wände verputzt. Beim Toilettenhaus sind die Maurerarbeiten nahezu abgeschlossen.
Das Bild zeigt die Baustelle nachdem der Wirbelsturm Tomas wieder abgezogen war.
Ganz aktuell haben Marie-Josée und Franz Groll in ihrem ersten "Léogâne-Haiti aktuell" Brief berichtet. Der vollständige Bericht wird bald an die Mitglieder des Vereins Pro-Haiti verteilt. Hier einige Auszüge zum Wirbelsturm "Tomas" über Haiti und zur Situation in Léogâne:
... Es ist unglaublich, wie die Menschen in Haiti mit der ganzen Misere fertig werden. Zu allem Unglück ist jetzt auch noch ein Tornado angekündigt. Es ist jedoch zu vermuten, dass Léogâne einigermaßen verschont bleibt. Seit gestern Abend regnet es stark, das deutet darauf hin, dass wir ein ganzes Stück vom Sturmzentrum weg sind, wir werden aber viel Regen bekommen.
In der Hauptstadt und in den Vororten wird dieses Unwetter zu unvorstellbaren, chaotischen Zuständen führen, denn dort sind die Kanäle und Abflüsse alle mit Müll, vor allem Plastikflaschen und sonstigem Unrat, verstopft. Schon bei geringerem Regen stehen die Verkaufsstände und die Käufer/innen und Verkäufer/innen im Wasser und im Schlamm, weil das Wasser nicht abfließen kann. Bei diesem Unwetter wird der Verkauf ganz eingestellt werden. Die Versorgung mit Lebensmitteln wird zusammenbrechen, weil die Bauern keine eigenen Produkte anliefern können. Selbst in Léogâne wird die Versorgung schwierig werden, Père Marat sammelt deshalb Geld, um für die Ärmsten Reis zu kaufen. Wir werden aus den persönlich überreichten Spenden und Geldgeschenken einen Beitrag leisten.
Als allererste Hilfe hat er heute seine letzte Reserve an Weizen und Speiseöl an etwa 400 besonders bedürftige Familien verteilen lassen.
Aber auch in Léogâne sind die Zustände alles andere als gut, auch bei guten Wetterverhältnissen nicht. Die haitianische Bevölkerung hat aber eine unglaubliche Geduld und eine nicht vorstellbare Fähigkeit, sich an die Gegebenheiten anzupassen und damit zu leben.
Auf welche Prüfungen sie bei diesem Unwetter noch gestellt werden, wissen wir noch nicht. Wir waren gerade kurz draußen auf dem Platz vor der Kirche. Die Zelte stehen z.T. im Wasser und die Straßen wurden zu Flüssen.
Die Menschen nehmen alles mit erstaunlicher Gelassenheit hin, gerade zieht eine Ra-Ra-Musikgruppe durch die Hauptstraße, in der das Wasser etwa 30 cm hoch fließt.
Sie haben eine richtige Bewältigungsstrategie für ihre Misere entwickelt: einfach in kauf nehmen, was nicht veränderbar ist und durch Singen, Beten und Tanzen die ganze Misere gemeinsam bewältigen.
Léogâne ist so was wie… ein singender und tanzender Trümmerhaufen…Die letzten Nachrichten aus Jérémie: Jérémie und vor allem die noch weiter westlich liegenden Orte lagen dichter am Tornado als Lèogâne, dort hat es nicht nur geregnet. Der Sturm hat Bäume entwurzelt und Bananenstauden umgeknickt und dadurch große Schäden angerichtet. Es wurde aber niemand verletzt.
Inzwischen ist der nächste Pro Haiti Container "L02" in Haiti angekommen. Als besondere Ladung beinhaltet dieser 20 Fuß-Übersee-Container einen großen Betoniertisch, der 5,50 m lang und 2,30 m breit ist. Bei der Breite passte er so gerade noch in den Container rein.
Der Betoniertisch soll schon für den Bau des ersten Schulgebäudes für das neue Ausbildungs- und Produktionszentrum in Léogâne zum Einsatz kommen. Der Tisch dient zur Herstellung von Filigranbetondecken und diese Technik ist in Haiti bis heute praktisch nicht bekannt.
Der blaue Betoniertisch wurde im September in Nagold in den Container L02 verladen.
Zusätzlich wurde mit diesen Container eine große Menge Holz (Kantholz und Bretter) verschifft. Weiterhin sind in dem Container Dachrinnen, Regenrohre, Sanitär- und Elektro-material. Und viele weitere Kleinteile und unter anderem auch 5 gebrauchte Fahrräder haben auch noch Platz gefunden. Der Container selber wird in Haiti auch weiterverwendet und lässt sich gut als abschließbares Materiallager nutzen.
Pro-Haiti Mitglied Tanja Berger ist seit Anfang Oktober in Jérémie auf Haiti angekommen. Nach dem Abitur hatte die Magstädterin Tanja Berger sich entschlossen, eine private Reise in das ferne und fremde Land zu organisieren, um in Jérémie für vier Monate Entwicklungshilfe in einem Montessori-Kindergarten zu leisten.
Dort hilft sie jetzt ihren haitianischen Kolleginnen in einer Gruppe mit zwei- bis fünfjährigen Kindern. Dieser Kindergarten Caracolie wurde in den 90-er Jahren durch Hilfe vom Ehepaar Groll aus Gechingen aufgebaut.
Das Gebiet von Jérémie liegt im Westen des Landes und hat glücklicherweise das große Erdbeben im Januar 2010 ohne größere Schäden überstanden. Tanja Berger hat auf ihrer Anreise aber die katastrophalen Folgen des Erdbeben in der Hauptstadt Port-au-Prince gesehen, die das Land noch lange schwer belasten.
Auch wenn sie noch keine dauerhafte Internet-Verbindung hat, berichtet sie jetzt schon in ihrem Blog http://destination-haiti.blogspot.com über ihre Eindrücke und Begegnungen. Anhand ihrer Berichte und Fotos kann man so einen Einblick in die dortigen Verhältnisse bekommen.
Am Samstag, 23. Oktober 2010, findet in der Gemeindehalle in Gechingen ein Benefizkonzert zugunsten des neuen Ausbildungs- und Produktionszentrum in Léogâne in Haiti statt. Wir freuen uns, dass viele Freiwillige aus den Vereinen und aus der evangelischen und der katholischen Kirchengemeinde dieses Konzert mit Bewirtung durchführen und mit dem Erlös das große Aufbauprojekt unseres Vereines Pro Haiti unterstützen.
Ende September ist Vorstandsmitglied Franz Groll mit seiner Frau Marie-Josée gut in Haiti gelandet. Inzwischen sind sie im Epizentrum des schweren Erdbebens vom Januar 2010 - in der Stadt Léogâne - angekommen.
Jetzt kümmert sich Franz Groll um die Entzollung der bereits im Hafen der Hauptstadt Port-au-Prince angekommen Übersee-Container. Die Container und das gesamte Material muss dann zum ca. 40km entfernten Baugrundstück für das geplante Ausbildungs- und Produktionszentrum in Léogâne transportiert werden. Zunächst sollen dort einfache Holzbau-Unterkünfte für Grolls und die ersten Mitarbeiter errichtet werden. Gleichzeitig muss eine Infrastruktur für Wasser-Versorgung und -Entsorgung angelegt werden. Ein Brunnen wurde bereits gebohrt und testweise wurde das erste Wasser mit Handpumpen gefördert.
Im Rahmen des Begrüßungsgottesdienstes der kath. Kirchengemeinde in Aidlingen für den neuen Pfarrer Dr. Sebastian Mukoma wurde auch das Ehepaar Marie-Josée und Franz Groll verabschiedet anlässlich ihrer bevorstehenden Abreise nach Léogâne in Haiti.
Im Auftrag von Pro-Haiti wird Franz Groll dort für ca. 2 Jahre die Leitung zum Aufbau eines neuen Ausbildungs- und Produktionszentrumsübernehmen.
Er erläuterte kurz, dass das geplante Zentrum sowohl die Ausführung einzelner Gewerke wie auch das Erstellen ganzer Gebäude übernehmen soll. Damit wird erreicht, dass die Jugendlichen eine praxisnahe Ausbildung erhalten und sehr früh beim Aufbau ihrer Heimat mitwirken können.
Marie-Josée und Franz Groll können auf langjährige Erfahrungen in Haiti zurückblicken nachdem sie schon in den 90-ziger Jahren in Jérémie ein Berufsausbildungszentrum aufgebaut und zwei Montessori-Schulen/Kindergärten gegründet haben.
Der 2. Vorsitzende des Kirchengemeinderates Herr Kurt Köhler wünschte den Grolls im Namen der gesamten Gemeinde eine sichere Reise und eine erfolgreiche Projektarbeit. Er bat um Gottes Segen für die Beiden und für alle an diesem großen und schwierigen Projekt Beteiligten.
links: Franz Groll erläutert das Léogâne Projekt; rechts: Marie-Josée Groll und Kurt Köhler
Am Heckengäutag 2010 präsentierte der Aidlinger Verein Feria mit dem Kinderzirkus Holiday seine Benefiz-Zirkusvorstellung zu Gunsten von Haiti. Der vollbesetzte Saal war begeistert von den vielfältigen, künstlerischen Darbietungen. (http://www.feria-aidlingen.de/manege-frei-fur-den-kinderzirkus-holiday berichtet im Detail mit farbenfrohen Bildern.)
Anschließend bestand für die Besucher Gelegenheit, anhand von Fotostellwänden Einblick in die Projektarbeit von Pro-Haiti zu bekommen. Zudem konnte man von den anwesenden Vorstandsmitgliedern Näheres zu dem neuen großen Projekt in Léogâne erfahren.
Die Einnahmen der Vorstellung und des anschließenden Kuchenverkaufes spendete Feria an Pro-Haiti. So kam die stolze Summe von 400 Euro zusammen, wofür sich der Aidlinger Verein Pro-Haiti herzlich bei Feria, allen Aktiven und den Besuchern der Veranstaltung bedankt. Nach dem schweren Erdbeben am 12. Januar 2010 mit dem Epizentrum in Léogâne hat der Verein Feria so zum wiederholten Male den Erlös einer Veranstaltung an Pro-Haiti gespendet. Vielen Dank an alle Beteiligten! Der gemeinnützige Verein Pro-Haiti verbürgt sich dafür, dass jeder Euro und Cent in wirksame Hilfe zur Selbsthilfe in Haiti eingesetzt wird !
Durch das schwere Erdbeben in Haiti am 12.Januar 2010 ergeben sich viele neue Herausforderungen für PRO HAITI.
Port-au-Prince - Marché de Fer (Foto: 22. Februar 2010 - Franz Groll)Alle Vereinsmitglieder erhalten einen detaillierten Bericht im "Haiti aktuell !" vom April 2010.
In einem Fotoblog berichtet die junge Fotografin Alice Smeets, wie das Leben nach der Katastrophe in Haiti weitergeht.
Nach dem Erdbeben sind etwa 100 000 Menschen aus Port au Prince in die Gegend von Jérémie geflüchtet, darunter sehr viele Jugendliche. Sie suchen dringend einen Ausbildungsplatz. Da zudem alle technischen Schulen im Erdbebengebiet zerstört sind, möchten wir von Pro Haiti mehr Ausbildungsplätze bereitstellen. Für Pro Haiti heißt das, es müssen zusätzliche Werkzeuge und Arbeitsmittel gekauft und nach Haiti verschifft werden.
In Jérémie hat das Erdbeben keine nennenswerten Schäden hervorgerufen. Aber nicht weit weg in den Bergen ist eine Schule in Prévilé eingestürzt. Der neue Bischof von Jeremie erklärte, das diese dringend benötigt werde.
Die zerstörte Schule in Prévilé
PRO HAITI will sich zusätzlich im Erdbebengebiet engagieren. Der Umfang der Hilfeleistung wird noch diskutiert und hängt von den Spendeneingängen ab.
Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren,
die verheerende Erdbebenkatastrophe in Haiti brachte die Probleme dieses schon immer sehr armen Landes weltweit in alle Medien. Es scheint, dass die internationale Völkergemeinschaft bereit ist, sich intensiv für den Wiederaufbau, aber auch für den Ausbau einer besseren Infrastruktur einzusetzen.
Auch PRO HAITI will die bestehenden Projekte in Jérémie der neuen Situation anpassen. Viele Flüchtlinge aus dem Erdbebengebiet sind inzwischen in Jérémie und Umgebung eingetroffen. Man schätzt, dass sich die Bevölkerung verdoppelt hat. PRO HAITI ist gefordert, die Kapazitäten des Centre Technique St. Joseph erheblich aufzustocken um auch den jugendlichen Flüchtlingen eine Ausbildung zu bieten. Die im Centre Technique ausgebildeten Handwerker können für den Wiederaufbau gute Dienste leisten. Herr Franz Groll ist zurzeit vor Ort um alle Notwendigkeiten und neue Aufgabenstellungen aufzunehmen. Wir sehen für die nächste Zukunft einen größeren Bedarf an Hilfsgütern und einen verstärkten Einsatz all unserer Möglichkeiten voraus.
Erfreulicherweise haben viele Mitglieder und Förderer unserer Arbeit diesen Bedarf schon voraus gesehen und uns mit zusätzlichen Spenden unterstützt. Über die Medien erfuhren weitere Personen über unser Wirken und bedachten uns mit Spenden. Wir möchten allen Spendern dafür ganz herzlich Dank sagen. Jeder gespendete EURO kommt Haiti ohne Abzüge zu gute.
Wir werden Sie nach der Rückkehr von Franz Groll weiter informieren.
Hilfe für Haiti aus der Region - Jenseits der Trümmer
Franz Groll, Guy Xavier und Marie-Josée Groll (von links) engagieren sich für Haiti.
(Foto: Martin Stollberg, Stuttgarter Nachrichten)
Gechingen - Mit dem Herzen bei den Opfern
Franz Groll hat von 1994 bis 1999 in Haiti ein Berufsausbildungszentrum aufgebaut und geleitet.
(Foto: Archiv, Schwarzwälder Bote)






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