Pro Haiti e.V. hilft Kindern und Jugendlichen in Haiti
Pro Haiti e.V. hilft Kindern und Jugendlichen in Haiti

Aktuelles von Pro Haiti

Einladung zum Haiti-Sonntag

„Heute schon die Welt verändert?“ Diese Leitfrage der diesjährigen Misereor Fastenaktion steht auch seit vielen Jahren für den Verein Pro Haiti e.V. in Aidlingen und seine Mitglieder in Nah und Fern. Durch viele Projekte und Aktionen hat Pro Haiti seit der Gründung im Jahr 1993 immer wieder Impulse für positive Veränderungen der Lebensverhältnisse in Haiti gegeben. Obwohl es immer wieder große Hindernisse und schwere Rückschläge gab, hat der Verein mit seinen haitianischen Partnern viele Veränderungen bewirkt, die die haitianische Welt wenigstens immer wieder ein Stückchen vorangebracht haben. Somit darf der Verein Pro Haiti in diesem Jahr stolz auf sein 25-jähriges Bestehen zurückblicken.

  • Am Misereor-Sonntag, 18. März 2018, feiert die katholischen Kirchengemeinde in Aidlingen ihren traditionelle Haiti-Sonntag.
    Der Gottesdienst um 10.30 Uhr wird von der Band Senfkorn begleitet.
    Anschließend wird gemeinsames Mittagessen, Kaffee und Kuchen angeboten und die Erlöse des Mittags kommen den Pro Haiti Projekten zugute.

Für den Verein Pro Haiti ist dies eine gute Gelegenheit, an die Anfänge der Vereinsgeschichte zu erinnern.
Franz Groll wird direkt nach dem Mittagessen in einem Kurzbericht über „Die Anfänge von Pro Haiti“ erzählen. Schon lange vor der Vereinsgründung gab es nämlich im Ausschuss MEF der katholischen Kirchengemeinde Aidlingen intensive Verbindungen mit Haiti. Viele Mitglieder dieses Ausschusses haben damals auch die Initiative ergriffen, Pro Haiti als überkonfessionellen Verein zu gründen und somit auf eine viel breitere Basis zu stellen. Nur so wurde es möglich, mit voller Konzentration aller Unterstützer die angestrebten Entwicklungsprojekte in Haiti zu fördern. Dieser Wunsch wurde auch im offiziellen Vereinsnamen von Pro Haiti deutlich: „Verein zur Förderung von EntwicklungsProjekten in Haiti e. V."

 

Erfolgreiche Ankunft

 

Unsere beiden „Senior-Experten“ Karl Amann und Franz Alsters sind erfolgreich an ihrem Einsatzort in Jérémie auf der Karibikinsel Haiti angekommen. In der Hauptstadt Port-au-Prince wurden sie mit einem Landcruiser abgeholt und waren nach einem abenteuerlichen "Ritt" über acht Stunden Rüttelpiste am Ziel angekommen.

 

[ Karl Amann und Franz Alsters am Strand von Jérémie ]

 

Dort wurden sie vom haitianischen Schuldirektor freundlich empfangen und als erste Gäste im neuerrichteten Pfarrhaus (wir berichteten) einquartiert. Karl Amann schreibt, dass das Essen etwas ungewohnt sei - jedoch sehr schmackhaft und man wird satt davon. Er konnte als Zutaten Reis, Gemüse, Tomaten, Bananen, Ziege und Huhn identifizieren.

Als haitianischer Schulträger des Berufs- und Produktionszentrums CTSJ lud auch der Bischof Decoste von Jérémie die beiden Pro Haiti Helfer gleich am ersten Tag zur Audienz ein und im Voraus bedankte er sich herzlich für ihre Einsatzbereitschaft.

Sodann ging es zum CTSJ zur ersten Bestandsaufnahme und es wurde sofort klar, dass die technische Unterstützung zur Pflege und Reparatur von Maschinen dringend nötig war.

Der erste Erfolg stellte sich dann auch schnell ein: Karl Amann und Franz Alsters konnten die neuinstallierte Holzbandsäge einsatzbereit machen, nachdem sie einen Defekt im Hauptschalter überwinden konnten und einen fehlenden Kunststoff-Einsatz durch ein selbstgefertigtes Holzteil ersetzt hatten.

Zum Einsatz nach Haiti

Die Vereinsmitglieder Karl Amann aus Aidlingen-Lehenweiler und Franz Alsters aus Paderborn werden am 10. Februar für fünf Wochen zum gemeinsamen Einsatz nach Haiti aufbrechen.

Der haitianische Direktor Père Raymond vom Ausbildungs- und Produktionszentrum CTSJ in Jérémie hat über den deutschen Senior Expert Service (SES) unser langjähriges Vorstandsmitglied Karl Amann beauftragt, ans CTSJ zu kommen, um dort einige defekte Maschinen zu reparieren und dabei auch geeignete Personen in Haiti anzuleiten, damit sie in Zukunft solche Arbeiten möglichst selbstständig vornehmen können. Auch die Inbetriebnahme weiterer Holzbearbeitungsmaschinen in der neuen Holzwerkstatt steht auf seinem Programm.

Anfang Januar wurde Karl Amann bei einem SES Vorbereitungsseminar in Bonn auf seinen Einsatz in Haiti vorbereitet. sein. Dort hat er auch persönliche Kontakte zu weiteren Entwicklungshelfern für Haiti aufbauen können. Ebenso hat Karl Amann zuvor eine intensive persönliche Einweisung für eine spezielle Maschinenreparatur erhalten, die er hoffentlich so in Jérémie umsetzen kann. Allerdings muss er vor Ort in Haiti zunächst eine genauere Bestandsaufnahme machen, da einige Maschinen von Pro Haiti schon vor 20 Jahren nach dort geliefert wurden und diese haben sicher unter dem trophischen Klima und der salzigen Luft gelitten.

Karl Amann kennt wie kein anderer die vielen Geräte und Maschinen, die Pro Haiti im Laufe der Zeit auch mit seiner Hilfe in beinahe 20 Containern nach Jérémie transportiert hat. Aber für ihn ist es jetzt sein erster Einsatz in Haiti und er beherrscht weder die Landessprache Kreol – noch die französische Amtssprache. Wenn er auf Englisch nicht weiterkommt, wird Franz Alsters ihm mit der französischen Kommunikation helfen.

 

Da der SES immer nur eine Person in ein Projekt entsendet, hat der Vorstand von Pro Haiti den erfahren Entwicklungshelfer Franz Alsters gebeten und beauftragt, Karl Amann bei dem großen Vorhaben zu unterstützen.Franz Alsters war inzwischen schon mehrfach in Haiti im Einsatz und zuletzt hat er für Pro Haiti im Jahre 2015 am CTSJ die große Solarstromanlage auf dem Hauptgebäude installiert. Das Trapezblechdach und die Solarstromanlage wurden so stabil montiert, dass dieses eines der wenigen Blechdächer in Westen Haitis war, welches den Hurrikan Matthew im Oktober 2016 gut überstanden hat. Auch hierzu hatte Karl Amann im Vorfeld wesentlich beigetragen, weil er vorher alles solide geplant und dokumentiert hatte.

Im CTSJ soll Franz Alsters zusätzlich eine Flaschnerwerkstatt vorbereiten, für die die benötigten Maschinen und das Zubehör bereits vor Ort sind. Die beiden Einsatzhelfer werden jeweils noch Zusatzgepäck mitnehmen, um benötigtes Material persönlich zu transportieren.

Benefiz-Orgelkonzert zum Advent in Aidlingen

Die kath. Kirchengemeinde Aidlingen und der Verein Pro Haiti e.V. lädt auch dieses Jahr wieder zu einem Benefiz-Orgelkonzert zum Advent ein. Zu hören ist eine Mischung aus ansprechenden Texten aus der Literatur und adventlich-weihnachtlicher Musik.

Unter dem Motto „Der Heilige Abend“ erklingen im stimmungsvoll ausgeleuchteten Kirchenraum Orgelwerke aus Deutschland, Frankreich und England zusammen mit speziell ausgewählten Texten.

Das Konzert findet statt am 2. Adventsonntag, 10. Dezember, um 17 Uhr in der Kath. Kirche Mariä Himmelfahrt in Aidlingen.

  • Traditionell feiern wir im deutschsprachigen Raum den Heiligen Abend (24. Dez.) zu Hause in den Familien und dann auch in einem feierlichen Heiligabend Gottesdienst, der eigentliche von seinem Eigenverständnis her um 0.00 Uhr des 25. Dezembers beginnen sollte. Zu diesen familiären bzw. kirchlichen Feiern gibt es in der Literatur, Lyrik und Musik zahlreiche passend Werke, aus denen sich die Programmpunkte des Konzertes zusammensetzen. Darunter ist auch das deutsche Weihnachtslied zur Familienfeier des Hl. Abends, das dieses Jahr 180 Jahre alt wird und dessen Komponist aus dem Schwabenland kommt. Wir schauen aber auch gewissermaßen musikalisch über die Grenzen in benachbarte Länder.

Das gut einstündige Konzert möchte sie einstimmen in die besinnliche Adventszeit und ein Keim sein für die aufblühende Weihnachtsfreude.

Gleichzeitig möchten die Ausführenden mit Hilfe ihrer großzügigen Spende und dem Verein Pro Haiti unsere Partner in Haiti unterstützen, die immer noch unter den Folgen gewaltiger Naturkatastrophen in den vergangen Jahren zu leiden haben. Unsere Hilfe kann der Keim aufblühender neuer Hoffnung sein.

Die Ausführenden des Konzertes sind:

  • Meinrad Brauch, Orgel
  • Jürgen Kreuz, Walter Dittrich, Rolf Kossbiel, Lesetexte

 

VOCO Chor Benefizkonzert in Aidlingen

 

Unter dem Motto „Come let us sing“ lädt der Gechinger Voco-Chor, ein Ensemble für Gospel und christliche Popmusik unter der Leitung von Kerstin Pfeiffer, zu seinem diesjährigen Konzert ein.

 

  • Am Sonntag, 19. November 2017, wird dies als Benefizkonzert zugunsten von Pro Haiti in Aidlingen ab 19 Uhr in der katholischen Kirche Maria Himmelfahrt stattfinden.

 

Ruhige und nachdenkliche, lebendige und mitreißende Lieder hat der Chor in den vergangenen Wochen geprobt.

Außer Gospelsongs werden Lieder aus der christlichen Popmusik präsentiert.

 

Wir freuen uns über dieses Benefizkonzert und laden jetzt schon alle Musik- und Haiti-Freunde nach Aidlingen ein.

UN Blauhelme verlassen Haiti

Am 15. Oktober wurde nach 13 Jahren die UN-Blauhelmmission in Haiti beendet.

Hühnerstall für Monsieur Pierre

Der ca. 80-jährige Monsieur Pierre ist der Wachmann vom sogenannten „Pro Haiti Haus“ in Jérémie. Dieses Haus wird in der Stadt auch „deutsches Haus“ genannt, nicht zuletzt, weil die Pfosten an der Einfahrt in den Farben der deutschen und der haitianischen Flagge bemalt wurden, um die Verbundenheit zwischen dem deutschen Verein Pro Haiti und der haitianischen Bevölkerung zum Ausdruck zu bringen. Dies Haus wurde auch schon vor gut 20 Jahren von Pro Haiti finanziert und damals von Franz Groll und seinem Bautrupp am Hang oberhalb der Küstenstadt errichtet.

Nach der Rückkehr vom Ehepaar Groll haben dort immer wieder nachfolgende Direktoren des Ausbildungs- und Produktions-zentrums CTSJ gewohnt. Zusätzlich können dort bei Bedarf Lehrer oder Schüler, die sonst nicht in Jérémie wohnen, ein Zimmer mieten. Ein Gästezimmer wird auch immer wieder mal von Pro Haiti Mitgliedern und anderen Helfern genutzt, wenn sie dort vor Ort im Einsatz sind. Zusätzlich sind in dem zweigeschossigen Haus noch eine Köchin und der Wachmann Monsieur Pierre aktiv.


Das massive Gebäude und das Dach haben den mächtigen Wirbelsturm Matthew vor einem Jahr recht gut überstanden und nur einige Fenster mussten erneuert werden. Aber Hurrikan Matthew hat den kleinen Hühnerstall von Monsieur Pierre total zerlegt.

 

Deshalb hat Pro Haiti im Sommer mit einer ungewöhnlichen Maßnahme den Hühnerstall von Monsieur Pierre von einem Bautrupp komplett neu auf stabilen Fundamenten errichten lassen. So kann Monsieur Pierre dort auf dem Grundstück wieder Hühner halten und damit etwas zum Lebensunterhalt beitragen.

 

Er ist sehr stolz auf seinen neuen Stall und er ist Pro Haiti sehr dankbar für diese außergewöhnliche Hilfe.

Holzwerkstatt wird eingerichtet

Seit zwei Wochen betreut der belgische Willy Peeters im Auftrag des deutschen Senior Expert Service die Einrichtung der Holzwerkstatt im Berufsausbildungs-zentrum CTSJ in Jérémie.

Inzwischen wurden bereits alle Holzbearbeitungs-maschinen von den haitianischen Mitarbeitern einsatzbereit montiert und deren Funktion haben sie zusammen mit Willy Peeters ebenfalls getestet. Die Elektriker des CTSJ haben alle nötigen Strom-anschlüsse in der neuen Werkstatt installiert und für die meisten Maschinen wurde bereits ein erfolgreicher Probelauf durchgeführt. Alle elektrischen Geräte werden von der 2015 auf dem Hauptdach des CTSJ installierten Photovoltaikanlage und deren Batterieanlage versorgt. So wird die in Haiti reichlich scheinende Sonne einen ganztägigen Betrieb der Maschinen erlauben ohne dass ein Dieselgenerator laufen muss.

Auf der Hobelmaschine wurde jetzt sogar schon das erste haitianische Holz bearbeitet.

Sponsorenlauf Spende für Haiti

 

Auch in letztem Schuljahr hat die Gechinger Schlehengäu-Schule wieder einen sehr erfolgreichen Sponsorenlauf durchgeführt. Mit 2736 Euro wurde wieder ein Drittel des Erlöses davon für haitianische Grundschüler gespendet, deren Familien sonst das nötige Schulgeld kaum aufbringen können. Mit dieser Spende kann Pro Haiti über die haitianische Kontaktperson Kesnel Brezier vor Ort das Schulgeld für alle bedürftigen Schüler und Schülerinnen für die nächsten zwei Jahre bezahlen.

Während der offiziellen Spendenübergabe wurden an der Schlehengäu-Schule auch Bilder mit den haitianischen Schulkindern gezeigt, die diese Grundschule in Sarbousse bei Léogâne besuchen.

Ganz in der Nähe hatte Franz Groll nach dem großen Erdbeben von 2010 ein großes Berufsausbildungszentrum errichtet. Auch genau vor einem Jahr – direkt nach der Hurrikan Matthew - hat Pro Haiti dieser Schule sehr schnell geholfen, dass sofort das gesamte Dach dieser Schule repariert werden konnte.


Bei der Scheckübergabe für Pro Haiti bedankte sich das Ehepaar Franz und Marie-Josée Groll bei den Schülern und Schülerinnen und allen Beteiligten für diesen großartigen Einsatz.

Haiti - ein Jahr nach Matthew

In der aktuellen Hurrikan-Saison wurde der Norden Haitis von den Wirbelstürmen Irma und Maria gestreift und dabei haben starke Regenfälle insbesondere den Norden Haiti betroffen. In diesen Tagen jährt sich die gewaltige Hurrikan-Katastrophe Matthew, die insbesondere den Süden und Westen von Haiti total zerstört hat. Franz Groll vom Aidlinger Verein „Pro Haiti“ erinnert daran:

„Neben den geschätzten 1000 Toten, die vor einem Jahr Anfang Oktober 2016 direkt durch den Hurrikan ums Leben kamen, wurden in der gesamten Region die komplette Ernte und alle Wohnhäuser mit Wellblechdach zerstört.
Auch die Küstenstadt Jérémie und das dort von Pro Haiti errichtete Berufs- und Produktionszentrum CTSJ waren schwer betroffen.

Glücklicherweise hatte Pro Haiti ein Jahr zuvor das gesamte Dach des Hauptgebäudes mit einer besonders stabilen Wellblechkonstruktion aus Deutschland und mit einer gut gesicherten Photovoltaikanlage neu eingedeckt, so dass dieses Dach als einziges Wellblechdach in Jérémie den orkanstarken Stürmen von Matthew standgehalten hat. Nur einige umgestürzte Bäume hatten es leicht beschädigt.
Eine nebenstehende sehr hohe Werkstatt wurde durch den Sturm jedoch fast komplett zerlegt: Das komplette Dach wurde abgerissen und stürzte ins Gebäude und die Giebelfront stürzte gleich mit in die Tiefe. Auch alle umstehenden Bäume wurden entblättert oder gleich ganz entwurzelt.“

Dieses Gebäude und auch drei weitere konnten zum Jahresbeginn 2017 durch den Hilfseinsatz von Franz Groll und seinem Bautrupp wiederinstandgesetzt werden. Dort wurde für eine neue Holzwerkstatt außer dem neuen Dach anschließend auch der Fußboden erneuert und das Gebäude mit den Toren komplett neu gestrichen. So entstand bis zum Sommer ein gut 100 qm großer Arbeitsraum, in dem noch jetzt im Oktober die Holzwerkstatt in Betrieb gehen soll.

Schon seit Jahresbeginn hatte Pro Haiti in Deutschland unter der Führung von Karl Amann aus Lehenweiler viele gebrauchte Holzbearbeitungsmaschinen und Zubehör beschafft und dieses alles säuberlich und kompakt im Übersee-Container nach Jérémie transportieren lassen. Für Vorstandsmitglied Willi Krull aus Gechingen war dies schon der 18. Übersee-Container, den er für Pro Haiti in den letzten Jahrzehnten immer mit detaillierter Ladeliste nach Jérémie geschickt hat. Alle Geräte und Pakete wurden dort inzwischen in dem frisch renovierten Gebäude ausgeladen.

Wirbelsturm Irma "streifte" Haiti (Sep. 2017)

Pro Haiti hat von dem ehemaligen Aidlinger Tobias Bauer einen Bericht aus Jamaika erhalten, wo er wegen der Flughafensperrung festsaß und noch nicht zurück nach Deutschland fliegen konnte. Herr Bauer war im Einsatz für DIANO  (Dental International Aid Networking Organisation), die eine kleine, auf zahnmedizinische Hilfe spezialisierte Organisation ist, die sich auf Haiti, Jamaika, Kuba und die Dominikanische Republik spezialisiert hat.

Tobias Bauer war einige Wochen u.a. in Haiti und der Dominikanischen Republik (DR) unterwegs, wo eine Ulmer Gruppe junger Zahnärztinnen und Zahnärzte in abgelegenen und unterversorgten Gegenden des Berglandes ehrenamtlich zahnärztliche Hilfe leistet. Diese Gruppe wurde wegen des Wirbelsturmes Irma zumindest vorübergehend nach Santiago evakuiert. Nach Irma steht die Grenzregion DR-Haiti jetzt ziemlich unter Wasser, anscheinend ist sie aber ansonsten glimpflich davon gekommen, wobei es nicht von allen Dörfern Rückmeldungen gibt. Vieles, was in diesen Orten abseits passiert, wird auch nicht groß dokumentiert.
 

Glücklicherweise traf Wirbelsturm Irma in der Dominikanischen Republik und Haiti nicht auf Land, sondern zog knapp 100 Kilometer vor der Küste lang. Trotzdem sind die Folgen der extremen Stürme und ergiebigen Regenfälle im Norden Haitis massiv: die mit Wellblech gedeckten Hütten der Einheimischen halten diesen Geschwindigkeiten nicht stand, die großen niedergegangenen Wassermassen können ganze Berge ins Rutschen bringen und machen Straßen unpassierbar, womit ganze Regionen von der Außenwelt abgeschnitten sind. Die Sorgen sind groß, vor allem wenn man die Menschen dort kennen und lieben gelernt hat, die den Naturgewalten nun schutzlos ausgesetzt sind.

CTSJ Reparaturen abgeschlossen

 

Nachdem das Ehepaar Groll aus Gechingen Ende März Haiti wieder verlassen hatte, wurden von den Verantwortlichen in Jérémie alle noch nötigen Arbeiten zur Reparatur an den Gebäuden der CTSJ Berufsschule eigenständig zu Ende ausgeführt. Somit sind jetzt insbesondere die Dächer aller Gebäude wiederhergestellt und sturmsicher verankert.

 

In der geplanten Holzwerkstatt musste zusätzlich noch der Fußboden um fast einen Meter erhöht werden, da dort zuvor der tieferliegende Fußboden für den ehemaligen Bootsbau in dem Gebäude genutzt wurde. Jetzt wurde dort ein neuer Betonboden eingebracht und das gesamte Gebäude neu gestrichen.

 

So ist dort alles bestens vorbereitet für die Einrichtung der neuen Holzwerkstatt, für die alle Maschinen und Einrichtungen im letzten Container von Deutschland aus verschifft wurden.

Im Vorfeld der offiziellen Mitgliederversammlung 2017 haben unsere Mitglieder Franz Groll und Michael Groll insbesondere über die neuesten Entwicklungen und die aktuellen Projekte informiert. Beide waren dieses Jahr schon für Pro Haiti einige Wochen lang in Haiti aktiv und sind jetzt zurück in Deutschland. Ihre Einsätze waren geprägt von den Projekten, die Pro Haiti nach dem verheerenden Wirbelsturm Matthew in Haiti gestartet hat. Sie zeigten ausgewählte Bilder der Zerstörung und des Wiederaufbaus.

Franz und Marie-Josée Groll sind zurück

 

Anfang April sind Franz und Marie-Josée Groll wie geplant von ihrem zweimonatigen Einsatz in Haiti zurückgekehrt.

Am Sonntagvormittag konnten sie bereits wieder einige Freunde beim ökumenischen Gottesdienst in Deufringen begrüßen.

 

Nach den intensiven und arbeitsreichen Wochen in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince und in Jérémie freuen sich beide wieder in Gechingen zu sein. Franz Groll freut sich besonders darüber am Morgen wieder eine warme Dusche nehmen zu können. Über die letzten Tage in Haiti berichtet Franz Groll: „In der letzten Woche unseres Einsatzes hat es Petrus gut gemeint mit uns. Es hat nicht geregnet und so konnten die Reparaturarbeiten an den Dächern gut voranschreiten.“  Die großen Dächer von zwei Werkstattgebäuden konnten komplett neu errichtet und eingedeckt werden. Zusätzlich wurde zuletzt sogar das Dach des Büro- und Lagergebäudes mit neuen Dachblechen ausgestattet.

 

Zum Abschluss müssen die haitianischen Mitarbeiter jetzt noch die Firstbleche auf allen Dächer montieren. Alle restlichen Arbeiten wurden mit dem Zimmermann Mytho Lafontan abgestimmt und Franz Groll geht davon aus, dass Ende April alle bis dahin möglichen Arbeiten abgeschlossen sein werden.

Ein neues Dach entsteht

 

Der aktuelle Hilfs-Container Nr. 18 ist jetzt voll bepackt und geht jetzt auf seine Überseereise bis er in ca. 4 Wochen in der haitianischen Hauptstadt Port au Prince ankommen wird. Vielen Dank an alle Mitglieder und Helfer, die bei der Beschaffung und beim Beladen geholfen haben.

Der vorherige Container, der schwer beladen mit Bauholz und Dachblechen Ende 2016 auf seine Reise ging, ist erst Mitte März an seinem Bestimmungsort in Jérémie angekommen. Die meiste Zeit hat dieser Container für die letzten 300km vom Hafen der Hauptstadt bis zur Berufsschule CTSJ in Jérémie gebraucht. Wegen der Wahlen in Haiti verzögerte sich erst die Zollbearbeitung und dann musste der für den Transport vorgesehene LKW noch repariert werden, bevor die langwierige Reise über die Berge passieren konnte. Schließlich kam der Transport-LKW spät abends mit nur 9 statt 10 Rädern an. Ein Reifen war etwa 20 km vorm Ziel geplatzt und ein Ersatzrad gab es nicht, weil man keinen geeigneten Reifen finden konnte.

Der Inhalt des Containers war schon sehnsüchtig erwartet worden und umso größer war die Freude bei Ausladen. Franz Groll und sein Bautrupp waren hellauf begeistert von den mitgelieferten Werkzeugen wie Akku-Hämmern, Akkuschraubern, einer Säbelsäge und weiterem Zubehör. So hatte dann jedes Team seine Werkzeuge einsatzbereit und musste nicht mehr dauernd Bohrer und Bits wechseln.

 

Die Dachkonstruktion war zu dem Zeitpunkt schon komplett vorbereitet und alles war mit dem Betongurt des Mauerwerks fest verankert, so dass ein nächster Orkan das Dach nicht mehr wegreißen kann. Wegen der guten Vorarbeiten konnte gleich am nächsten Tag die Dachlattung der zukünftigen Holzwerkstatt beginnen und am nächsten Tag begann das Verlegen der Trapezbleche. Diese Arbeit war allerdings sehr zeitraubend, weil für das Walmdach viele Bleche passend zugeschnitten werden mussten.

Hohlsteindecken als Alternative zu Blechdächer

Diesmal setzte die Regenzeit in Haiti schon ab Mitte März ein und so mussten die Reparaturarbeiten häufig unterbrochen werden. Aber in den Regenpausen wurden andere Arbeiten in den Werkstätten vorgenommen: Neben Nagelbinderkonstruktionen soll die Berufsschule CTSJ auch Hohlsteindecken aus Beton fertigen können.

Dazu hat Franz Groll während der Regenpausen die Formen für die Gitterträger der Hohlsteindecke aus Brettern fertigstellen lassen. Die Form für die Hohlsteine hat ein früherer Lehrling und Ausbilder des CTSJ hergestellt, er hatte dafür über 20 Jahre lang die Originalzeichnungen von Franz Groll aufbewahrt. Der erste Auftrag für eine Hohlsteindecke wird in Kürze beim Neubau eines Pfarrhauses durchgeführt werden.

Franz Groll wird die letzten Tage vor der Rückkehr nach Deutschland nutzen, um alle Handwerker so einzuweisen, dass sie die verbleibenden Reparaturaufgaben und neue Projekte eigenständig umsetzen können.

Spenden für Dach- und Hausreparaturen

 

Durch direkten Kontakt mit einem Selbsthilfe-Verein in Jérémie hat Pro Haiti inzwischen eine Liste von hilfsbedürftigen Familien erhalten. Bei den oft vielköpfigen Familien sind durch Wirbelsturm Matthew die Dächer auf ihren Häusern zerstört oder komplett weggerissen worden. Pro Haiti will mit einem Großteil der aktuellen Spenden dem Selbsthilfe-Verein die nötige Unterstützung geben, damit diese Wohnhäuser wieder ein stabiles neues Dach erhalten. 

 

Für diese Projekte hat Pro Haiti die ersten 5000 Euro nach Haiti transferiert. Als erstes soll der sechsköpfigen Familie E. aus dem armen Stadtteil Caracolie II in Jérémie geholfen werden, ein neues Dach über dem Kopf zu erhalten. 

Das Foto zeigt das abgeräumte Dach dieser Familie.

Bei einigen Familien wurden durch Matthew auch noch Wände durch die heftigen Regenfälle weggespült oder zerstört. Dort werden zusätzlich Maurerarbeiten nötig, die jetzt gleichzeitig begonnen haben.

Aidlinger Weihnachtsmarkt

 

3. Dez. 2016: Der Verein Pro Haiti wird auf dem Aidlinger Weihnachtsmarkt im großen Zelt der kath. Kirchengemeinde über die Situation in Haiti nach dem Wirbelsturm Matthew berichten. Auf Karten und Bildern können Interessierte einen Eindruck von den katastrophalen Schäden im Westteil von Haiti erhalten und auch erfahren wie sie mit Pro Haiti der Bevölkerung insbesondere im stark zerstörten Jérémie helfen können, wieder ein Dach über dem Kopf zu erhalten. Pro Haiti hat inzwischen eine Liste von hilfsbedürftigen Familien erhalten, die durch direkten Kontakt mit einem Selbsthilfe-Verein Unterstützung erhalten sollen, damit ihre Wohnhäuser ein stabiles neues Dach erhalten.

 
  Gleichzeitig wird Pro Haiti auch Anfang 2017 die zerstörten Dächer der Berufsschule CTSJ erneuern lassen, sobald der Hilfs-Container aus Deutschland eingetroffen ist. Dazu plant das Ehepaar Groll aus Gechingen für einige Wochen in Jérémie zu sein. Franz Groll wird dort auch helfen, die Dachsanierungen an den Schulgebäuden anzuleiten, die er selber dort vor zwei Jahrzehnten mit errichtet hat.


Pro Haiti freut sich, dass die kath. Kirchengemeinde Aidlingen auch ihren Erlös vom Weihnachtsmarkt für unsere Hilfsprojekte spenden will.

Matthew brachte auch viel Regen

In den wenigen Stunden und Tagen, an denen der Wirbelsturm Matthew genau über den Westteil von Haiti zog, brachte er auch riesige Regenmengen mit sich. Die Wetterexperten gehen davon aus, dass im gebirgigen Westen von Haiti zum Teil mehr als ein 3/4 Meter an Regenmenge niederging. Das ist einiges mehr als hier in Deutschland im gesamten Jahr an Regen fällt. Und selbst in der Küstenstadt Jérémie sind schätzungsweise noch 30 cm Regen durch Matthew herabgeregnet und das während gleichzeitig der Wirbelsturm fast alle Dächer von den Häusern gerissen hat. So waren dort schnell die Straßen und viele Häuser überflutet. Pro Haiti hat nun erfahren, dass eigentlich in Jérémie der Regen seit dem nie richtig aufgehört hat und Anfang November waren dort wieder sehr starke Regenfälle und deswegen gab es dort auch wieder mehrere Tote. An der Berufsschule CTSJ ist durch die Wassermassen eine Einfriedungsmauer eingestürzt.

Pro Haiti hofft, dass die Regenzeit bis Januar zu Ende geht und dann solide neue Dächer auf die betroffenen Schulgebäude gebaut werden können, sobald der Container mit dem Baumaterial aus Deutschland dort ankommt.

Aktuelle Bilder von den Schäden am CTSJ

Die befreundete amerikanische Hilfsorganisation Tek4Kids ist auch direkt nach dem Wirbelsturm Matthew weiterhin in Jérémie vor Ort und sie berichten uns:

  • Tek4Kids gibt inzwischen jeden Vormittag an 5 Stellen in Jérémie gereinigtes Trinkwasser aus.
  • Moskitos sind gerade schlimmer als sonst verbreitet, weil überall in den Trümmern sich das Wasser ansammelt.
  • Alle Bäume sind entweder umgestürzt oder haben sämtliche Blätter oder Äste verloren.
  • Man kann sich sicher in Jérémie bewegen. Auf den Straßen ist zumindest eine Fahrspur frei und ansonsten stapeln sich die Trümmer am Straßenrand.
  • Fast alle Metalldächer wurden weggerissen (nur das eine neue Dach auf dem CTSJ ist eine einsame Ausnahme)
  • Der kleine Flughafen in Jérémie ist in Betrieb – obwohl auch das Flughafengebäude sein Dach verloren hat.
  • Es ist weiterhin unklar, ob und wie gut die Straße von der Hauptstadt Port-au-Prince nach Jérémie befahrbar ist. Einige Lastwagen wurden angeblich unterwegs schon entführt, so dass viele nur noch mit bewaffneten Sicherheitskräften fahren.

Die Fotos von Tek4Kids zeigen die schweren Schäden an den Dächern der Berufsschule CTSJ. Nur das Hauptgebäude mit dem 2015 von Pro Haiti finanzierten Solardach hat den Sturm recht gut überstanden; so konnten im Gebäude viele Maschinen und Einrichtungen für die Ausbildung gerettet werden.

Das Büro- und Lager-Gebäude wurde inzwischen mit einem provisorischen Dach abgedeckt. Die anderen Gebäude stehen weiterhin schutzlos da und bei der Bootsbauwerkstatt wurden sogar die Giebelmauern vom Sturm eingerissen.

Ein Monat nach Matthew

4. November 2016: Vor einem Monat hat der Wirbelsturm Matthew einige Teile der Karibik schwer getroffen und dabei besonders den Westen der Insel Haiti verwüstet. In den Nachrichten und im Internet wird nach und nach das große Ausmaß dieser Katastrophe sichtbar. Einige Berichte sind auch hier auf der Homepage aufgeführt.

Beim Sturm wurden auch fast alle Gebäude in der Stadt Jérémie schwer beschädigt, in der Pro Haiti vor über 20 Jahren eine duale Berufsausbildungsschule CTSJ aufgebaut hat. Auch hier wurden durch Matthew einige Dächer von den Schulgebäuden gerissen, die jetzt dringend ersetzt werden müssen, damit der Schulbetrieb und die Produktion wiederaufgenommen werden können.

  • Inzwischen sind schon zahlreiche Spenden bei Pro Haiti eingegangen, so dass die erste Hilfslieferung davon schon finanziert werden kann.
  • Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Informieren Sie bitte auch Freunde und Bekannte über diese direkte Spendenmöglichkeit und die Spendenkonten finden Sie jederzeit hier auf der Homepage.

Pro Haiti erhält immer wieder Hilferufe von Kontaktpersonen in Haiti und von Familien in Jérémie, die um Unterstützung und Kredite bitten, zum Wiederaufbau ihrer Dächer und Häuser.

Container ist beladen

27. Oktober 2016: Da in Jérémie ein riesiger Bedarf an Dachblechen entstanden ist, wird Pro Haiti die benötigten Bleche fürs CTSJ samt Holz und Befestigungsmaterial in den nächsten Tagen von Deutschland aus nach Jérémie transportieren. Jetzt wurde der benötigte Übersee-Container von freiwilligen Helfern beladen und steht bereit zum Abtransport.

Bis Anfang November wurden über 600 qm Dachbleche und ca. 7 Tonnen Bauholz eingeladen. An den folgenden Tagen wurden die restlichen Waren und Werkzeuge verstaut.

Für die Beladung des Container hat der Verein einige freiwillige Mithelfer gefunden, die stundenweise bei der Verstauung des Materials geholfen haben.

Vielen Dank den aktiven Helfern und auch Dank an die Freiwilligen, die bei diesem Container nicht mehr zum Zuge kamen. Aber es gibt bestimmt noch einen weiteren Container, für den Pro Haiti wieder um Mithilfe und Spenden bittet.

Ladeplan für den 17. Pro Haiti Container
Neben Dachblechen wird hauptsächlich Bauholz verladen. Beides ist in der Menge und Qualität momentan in Haiti nicht verfügbar. Auf drei Ebenen werden im Container ca. 13 Tonnen Material verstaut.
Ladeplan PH17.pdf
PDF-Dokument [222.2 KB]

Erstes Bild vom zerstörten CTSJ Dach

23. Oktober: Nach den katastrophalen Zerstörungen durch den Hurrikan Matthew waren tagelang die Telefonverbindungen nach Jérémie unterbrochen und wenn es Vorstandsmitglied Franz Groll in diesen Tagen mal gelingt dort anzurufen, ist die Verbindung häufig nach kurzer Zeit wieder unterbrochen. Erst vor wenigen Tagen war es dem Direktor des Ausbildungszentrums CTSJ Père Raymond zum ersten Mal gelungen, an Pro Haiti eine Email nach dem Sturm zu senden.

 

Er schickt uns ein Bild vom total zerstörten Dach der Autowerkstatt am CTSJ mit, welches er am Tag nach dem Sturm aufgenommen hatte. Alle Dachbleche wurden vom Orkan förmlich vom Dachgebälk abgerissen. Einige Bleche hat es dabei sogar in Stücke zerrissen. Die Außenmauern des Gebäudes stehen noch – aber wegen der starken Niederschläge muss man davon ausgehen, das sämtliche Maschinen, Geräte und vieles mehr in der Autowerkstatt jetzt ebenfalls zerstört sind. Schon in der nächsten Woche soll ein großer Übersee-Container von Pro Haiti, der aktuell mit vielen Tonnen Profilblechen, Bauholz und Werkzeug beladen wird, auf die Reise nach Jérémie geschickt werden.

Für das CTSJ Lager und das Bürogebäude soll anstelle des zerstörten Blechdaches bald eine Betondecke eingebaut werden. Franz Groll hat den geschickten Kostenvoranschlag über $9372,- USD schon geprüft und dieser deckt sich sehr gut mit den Schätzungen von Pro Haiti.

Am Sonntag erklärte der Vorsitzender von Pro Haiti Rolf Kossbiel in der kath. Kirche in Aidlingen die katastrophale Lage und wiederholte den Spendenaufruf für die jetzt angelaufenen Hilfsaktionen des Vereins, denn ohne Geldspenden kann Pro Haiti die geplanten Hilfsaktionen und weitere nachhaltige Projekte in der Krisenregion nicht umsetzen.Wir bitten dringend um Spenden auf eines dieser Konten von Pro Haiti e.V.

  • Kreissparkasse Böblingen 
    IBAN:    DE66 6035 0130 0000 9159 99
  • Raiffeisenbank Aidlingen
    IBAN:    DE72 6006 9206 0080 9990 00
  • Sparkasse Pforzheim – Calw
    IBAN:    DE39 6665 0085 0000 0444 07
  • Vereinigte Volksbank AG
    IBAN:    DE57 6039 0000 0004 4990 00

Hinweis: Auf der Überweisung bitte die vollständige Anschrift angeben, damit Pro Haiti eine Spendenbescheinigung ausstellen kann. Für Rückfragen bitte auch die EMail und Tel. angeben.

Pro Haiti startet Spendenaufruf

16. Oktober 2016: Nach den extremen Schäden durch Wirbelsturm Matthew im Westteil der Insel Haiti hat der Verein Pro Haiti e.V. aus Aidlingen in diesen Tagen einen großen Spendenaufruf gestartet. Am schlimmsten ist die Stadt Jérémie und Umgebung betroffen, wo Pro Haiti von 1994 bis 1999 das Ausbildungszentrum CTSJ mit Werkstätten und 2 Montessori-Schulen aufgebaut hat. Zum Glück hat beim CTSJ das 2015 neu eingedeckte Hauptdach mit der neuen Solarstromanlage den Orkan überstanden, aber die übrigen 5 Dächer der Schule wurden total zerstört.

Mehr dazu im Haiti Aktuell 2016-10 - Spendenaufruf ..

Haiti Aktuell 2016-10 - Spendenaufruf
Haiti Aktuell 2016-10.pdf
PDF-Dokument [294.4 KB]

Wirbelsturm Matthew wütete in Haiti

Oktober 2016: In den letzten Tagen und Stunden erreichen uns erste persönliche Berichte aus Haiti über die schweren Schäden, die dort der Wirbelsturm Matthew Anfang des Monats angerichtet hat. Wie viele Tote und wie groß die Zerstörungen im Land sind, lässt sich noch nicht beziffern - aber diese Katastrophe trifft das arme Land sehr schwer.

Von unserer Kontaktperson Mackenson in Leogâne haben wir erfahren, das im ganzen Land sehr viele Bäume umgestürzt und ganz viele Bananenstauden abgeknickt sind.

  • In Leogâne wurde die ganze Stadt überflutet. Dort kamen auch einige Menschen uns Leben und viele sind verletzt.
  • Am stärkten hat es die Südküste getroffen, besonders in Les Cayes sind viele Häuser zerstört und es gab viele Tote.
  • Über Jérémie ist aus den Medien bekannt, dass dort fast alle Häuser schwere Schäden haben oder komplett zerstört wurden.  Das Zentrum des Wirbelsturms ist genau über die Gegend von Jérémie gezogen. Am Samstag, 8. Okt, konnten wir für kurze Zeit den ersten telefonischen Kontakt nach Jérémie herstellen. Ansonsten sind die Zufahrstwege versperrt und die Telekommunikationsanlagen sind gestört.

Die Präsidentschaftswahl, die am 9. Oktober stattfinden sollte, wurde verschoben.

Die Öffnung der Schulen wird ebenfalls verschoben, so auch beim CCFPL in Leogâne.

Schule ohne Dach

Die Dachbleche der Schule "Institut Mixte Ambassadeur de Sarbousse" in der Nähe von Leogâne sind total zerstört.

 

Der Schuldirektor Kesnel Brezier hat obiges Foto seiner Schule geschickt und bittet Pro Haiti um Hilfe, das Schuldach zu reparieren. Pro Haiti schätzt, dass ca. 5000 Euro nötig sein werden, um diese Reparatur zu finanizieren. Unsere Kontaktperson Herr Mackenson wird uns helfen, unsere Unterstützung schnell umzusetzen.
 

Update 12. Okt.: Pro Haiti hat bereits 5000 Euro nach Haiti transferiert, um das nötige Material für die Dachsanierung vor Ort einzukaufen. Noch sind benötigte Dachbleche in der Region um Léogâne zu kaufen.

CTSJ im zerstörten Jérémie Quelle: http://www.pdc.org : Die Schadenskarte zeigt das CTSJ in mitten von unzählig vielen zerstörten Gebäuden im gesamten Stadtgebiet von Jérémie.

Große Schäden an der Berufsschule CTSJ

Auch das durch Pro Haiti erstellte Ausbildungszentrum CTSJ hat durch den Wirbelsturm schwere Schäden erlitten. Auch Häuser der Mitarbeiter wurden teilweise zerstört und es soll auch Tote gegeben haben.

 

Der Vorstand von Pro Haiti berät zurzeit wie wir von hier am besten schnell helfen können, um die schweren Schäden zu beheben.

Hier sind wir auch in Deutschland auf die Mithilfe der Vereinsmitglieder und Spender angewiesen. 

 

Glücklicherweise hat Pro Haiti enge Kontakte zu Haitianer vor Ort und der Verein verfügt über jahrzehntelange Erfahrungen wie Projekte unter schwierigen Randbedingung in Haiti durchgeführt werden können. 

 

Vorher / Nacher Luftbild Aufsicht zeigt das CTSJ mit allen Nebengebäuden - links: Vorher / rechts: Nachher

Bildquelle: Copernicus Emergency Management Service (© 2016 European Union),  [EMSR185: Tropical cyclone in Haiti]

Diese Vorher und Nachher Aufsichten vom CTSJ zeigen alle Nebengebäude und Nachbarhäuser ohne Dächer. Jeder orange Punkt markiert ein beschädigtes Gebäude. Nur das 2015 neu eingedeckte Hauptgebäude mit Solarstromanlage ist glücklicherweise fast unbeschadet. Auch von dem Grün der Bäume ist nach dem Sturm nichts mehr zu sehen.
 
Dächer am CTSJ Archivbild von 2015: markierte Dächer sind zerstört

Die Dächer der meisten CTSJ Gebäude sind zerstört.

Laut telefonischer Berichte wurden die Dächer der Autowerkstatt, vom Bootsbau, vom Büro und vom Lager und vom Sanitärhaus jeweils komplett zerstört; einschließlich des Gebälks. Da es bisher keine Internetverbindung zum CTSJ gibt, sind hier auf diesem Archivbild von 2015 die zerstörten Dächer markiert. Nur das 2015 neu eingedeckte Profilblechdach mit der Solarstromanlage auf dem großen Hauptgebäude ist erhalten geblieben. Lediglich an zwei Stellen wurde das neue Dach auf der Rückseite durch umgestürzte Bäume beschädigt.

zerstörte Dächer laut aktuellem Luftbild Zerstörte Dächer des CTSJ laut aktuellem Luftbild: Copernicus Emergency Management Service (© 2016 European Union), [EMSR185: Tropical cyclone in Haiti]

Schwerste Zerstörungen in Jérémie

Über Jérémie ist aus den Medien bekannt, dass dort fast alle Häuser schwere Schäden haben oder komplett zerstört wurden. Immer mehr Bilder und Videos erscheinen im Internet, die das große Ausmaß der Zerstörungen in Jêrémie und Umgebung dokumentieren:

  • Auf einem ABCNews Video von einem Flug über Jérémie kann man am oberen Bildrand auch das CTSJ entdecken: Anscheinend ist das im letzten Jahr neu eingedeckte Hauptgebäude der Berufschule CTSJ erhalten geblieben – aber ansonsten ist in der Stadt fast jedes Haus ohne Dach oder liegt mit schwersten Schäden am Boden.
  • Eine Bildersuche zu den Stichpunkten Matthew+Jeremie zeigt viele Bilder, die häufig aus aktuellen Reportagen stammen.
  • Diese Bilder auf Facebook zeigen die dramatischen Unterschiede vor und nach dem Sturm am Flughafen von Jérémie. Die ehemals grünen Wälder sind total entlaubt und viele Bäume liegen am Boden. Das Flughafengebäude hat sein Dach verloren.

 

Hier ein paar aktuelle Tweets von Twitter zu #Haiti und #Jeremie:

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