Pro Haiti e.V. hilft Kindern und Jugendlichen in Haiti
Pro Haiti e.V. hilft Kindern und Jugendlichen in Haiti

Aktuelles von Pro Haiti

VOCO Benefizkonzert in Aidlingen

 

Am Freitag, 16. Nov. 2018, um 19 Uhr ist der Chor VOCO aus Gechingen zu Gast in der kath. Kirche in Aidlingen. Die katholische Kirchengemeinde veranstaltet mit dem Chor VOCO ein Benefizkonzert zu Gunsten von aktuellen Projekten von Pro Haiti.

Alle Spenden an diesem Abends kommen zu 100% den Projekten von Pro Haiti zu Gute. Pro Haiti lädt anschließend an das Konzert zum Ständerling ein und es besteht Gelegenheit, sich über die Tätigkeiten von Pro Haiti zu informieren. 

Pro Haiti zu Gast beim missio-Sonntag

 

Am Sonntag, 28. Oktober 2018, ist Pro Haiti zu Gast beim missio-Sonntag der kath. Kirchengemeinde Aidlingen mit Gechingen.

 

Unser Verein Pro Haiti feiert dort noch mal sein 25-jähriges Bestehen und lädt nach dem Gottesdienst alle Anwesenden zu einem „Coffee to stay“ ein.

 

Bei dieser zweiten Tasse Kaffee besteht Gelegenheit die Pro Haiti Projekte kennenzulernen und dafür zu spenden.

 

Dort kann man auch seine persönlichen (Glück–)„Wünsche“ zum Himmel steigen lassen.

Pro Haiti auf dem Heckengäutag in Deufringen

 

Erstmalig wird der Verein Pro Haiti auch auf dem Heckengäutag am Samstag, 8. Sep. 2018, vertreten sein. Und dieses Jahr ist es ja ein besonderer Heckengäutag, der aus Anlass der 750 Jahrfeier in Deufringen stattfinden wird.

Ebenso kann Pro Haiti in diesem Jahr stolz auf seine 25-jährige Vereinsgeschichte zurückblicken. Genau vor 25 Jahren am Dienstag, 14. September 1993, fand in Deufringen/Dachtel die Gründungsversammlung von Pro Haiti in der Kirche St. Fidelis statt.

Sie finden den Infostand des Vereins auf dem Heckengäutag in der Aidlinger Straße nahe dem Kindergarten. Dort informieren Mitglieder über aktuelle Projekte und die Geschichte des Vereins.

Erfahren Sie wie die ersten Mitglieder aus dem Heckengäu den Verein gegründet haben und wie der Verein schon in vielfältiger Weise die Zusammenarbeit mit den Partnern im fernen Haiti gestaltet hat.

  • Der Verein unterstützt ideell und materiell Entwicklungsprojekte in Haiti, die eine wirksame Hilfe zur Selbsthilfe für die Bevölkerung, insbesondere der des ländlichen Raumes, in sozialer und wirtschaftlicher Hinsicht bedeuten.
  • Die Projekte müssen mit einem haitianischen Träger abgestimmt und von diesem beantragt sein.

So wurden durch Pro Haiti Ausbildungs- und Produktionszentren in Haiti konzipiert und errichtet. Ebenso wurden Kindergärten und weiterführende Schulen erstellt und der Schulbesuch von Grundschulkindern wurde durch Spenden ermöglicht.

Durch die großen Naturkatastrophen (Erdbeben 2010 und Wirbelsturm 2016) gab es in den letzten Jahren immer wieder starke Rückschläge für die haitianische Bevölkerung und Pro Haiti hat diese besonderen Herausforderungen auch immer wieder mit neuer Energie angenommen und in tatkräftige Projekte umgesetzt.

Interessierte können erfahren, wie sie Pro Haiti in Deutschland durch praktische Hilfe und Spenden unterstützen können. Wer sich einen persönlichen Hilfseinsatz in Haiti vorstellen kann, bekommt auch gerne Hinweise dazu. Wir freuen uns auf interessante Gespräche beim Heckengäutag 2018 in Deufringen.

Mitgliederversammlung

Im 25. Jahr des Bestehens konnte unser Verein Pro Haiti mit Sitz in Aidlingen am 4. Mai 2018 erstmalig seine Mitgliederversammlung (MGV) in Gechingen im Gemeindesaal der evangelischen Kirche abhalten. Dies ist einerseits ein gutes Zeichen der überkonfessionellen Unterstützung und andererseits spiegelt es auch gut wieder, dass ein Großteil der Vereinsmitglieder in Gechingen beheimatet ist. Und Pro Haiti ist nicht nur über diese Kreisgrenze hinweg bekannt, sondern wir haben Mitglieder und Unterstützer auch im viel größerem Umkreis. In diesem Jubiläumsjahr konnte der Verein schon ca. 10% neue Mitglieder hinzugewinnen und auch bei der Mitgliederversammlung konnten wir wieder neue Vereinsmitglieder aufnehmen.

Vortrag „Lehenweiler goes Haiti“

Die MGV war sehr gut besucht, was sicher auch dem interessanten Bildervortrag direkt vor der offiziellen MGV zu verdanken war. Dort berichtete Vorstandsmitglied Karl Amann aus Aidlingen-Lehenweiler von seinem gemeinsamen fünfwöchigen Senior-Experten Einsatz in Haiti zusammen mit Franz Alsters aus Paderborn. Die beiden haben viel Bildmaterial und kleine Videos mitgebracht, so dass Karl Amann einen sehr lebendigen Eindruck von dem Arbeitsaufenthalt vermitteln konnte.

Einiges sah auf den ersten Blick nach einem wunderschönen Karibikurlaub aus (und Haiti ist auch eine schöne und gebirgige Insel mitten in der Karibik); aber beim genauen Hinschauen konnte man immer wieder auch die Probleme des Landes erkennen.
Die Vereinsmitglieder und Unterstützer von Pro Haiti erhalten in diesen Tagen auch die neue Ausgabe der kleinen Vereinszeitung "Haiti Aktuell" und finden da mehr Details zur MGV und zum Einsatz von Karl Amann.

Einladung zum Haiti-Sonntag

„Heute schon die Welt verändert?“ Diese Leitfrage der diesjährigen Misereor Fastenaktion steht auch seit vielen Jahren für den Verein Pro Haiti e.V. in Aidlingen und seine Mitglieder in Nah und Fern. Durch viele Projekte und Aktionen hat Pro Haiti seit der Gründung im Jahr 1993 immer wieder Impulse für positive Veränderungen der Lebensverhältnisse in Haiti gegeben. Obwohl es immer wieder große Hindernisse und schwere Rückschläge gab, hat der Verein mit seinen haitianischen Partnern viele Veränderungen bewirkt, die die haitianische Welt wenigstens immer wieder ein Stückchen vorangebracht haben. Somit darf der Verein Pro Haiti in diesem Jahr stolz auf sein 25-jähriges Bestehen zurückblicken.

  • Am Misereor-Sonntag, 18. März 2018, feiert die katholischen Kirchengemeinde in Aidlingen ihren traditionelle Haiti-Sonntag.
    Der Gottesdienst um 10.30 Uhr wird von der Band Senfkorn begleitet.
    Anschließend wird gemeinsames Mittagessen, Kaffee und Kuchen angeboten und die Erlöse des Mittags kommen den Pro Haiti Projekten zugute.

Für den Verein Pro Haiti ist dies eine gute Gelegenheit, an die Anfänge der Vereinsgeschichte zu erinnern.
Franz Groll wird direkt nach dem Mittagessen in einem Kurzbericht über „Die Anfänge von Pro Haiti“ erzählen. Schon lange vor der Vereinsgründung gab es nämlich im Ausschuss MEF der katholischen Kirchengemeinde Aidlingen intensive Verbindungen mit Haiti. Viele Mitglieder dieses Ausschusses haben damals auch die Initiative ergriffen, Pro Haiti als überkonfessionellen Verein zu gründen und somit auf eine viel breitere Basis zu stellen. Nur so wurde es möglich, mit voller Konzentration aller Unterstützer die angestrebten Entwicklungsprojekte in Haiti zu fördern. Dieser Wunsch wurde auch im offiziellen Vereinsnamen von Pro Haiti deutlich: „Verein zur Förderung von EntwicklungsProjekten in Haiti e. V."

 

Erfolgreiche Ankunft

 

Unsere beiden „Senior-Experten“ Karl Amann und Franz Alsters sind erfolgreich an ihrem Einsatzort in Jérémie auf der Karibikinsel Haiti angekommen. In der Hauptstadt Port-au-Prince wurden sie mit einem Landcruiser abgeholt und waren nach einem abenteuerlichen "Ritt" über acht Stunden Rüttelpiste am Ziel angekommen.

 

[ Karl Amann und Franz Alsters am Strand von Jérémie ]

 

Dort wurden sie vom haitianischen Schuldirektor freundlich empfangen und als erste Gäste im neuerrichteten Pfarrhaus (wir berichteten) einquartiert. Karl Amann schreibt, dass das Essen etwas ungewohnt sei - jedoch sehr schmackhaft und man wird satt davon. Er konnte als Zutaten Reis, Gemüse, Tomaten, Bananen, Ziege und Huhn identifizieren.

Als haitianischer Schulträger des Berufs- und Produktionszentrums CTSJ lud auch der Bischof Decoste von Jérémie die beiden Pro Haiti Helfer gleich am ersten Tag zur Audienz ein und im Voraus bedankte er sich herzlich für ihre Einsatzbereitschaft.

Sodann ging es zum CTSJ zur ersten Bestandsaufnahme und es wurde sofort klar, dass die technische Unterstützung zur Pflege und Reparatur von Maschinen dringend nötig war.

Der erste Erfolg stellte sich dann auch schnell ein: Karl Amann und Franz Alsters konnten die neuinstallierte Holzbandsäge einsatzbereit machen, nachdem sie einen Defekt im Hauptschalter überwinden konnten und einen fehlenden Kunststoff-Einsatz durch ein selbstgefertigtes Holzteil ersetzt hatten.

Zum Einsatz nach Haiti

Die Vereinsmitglieder Karl Amann aus Aidlingen-Lehenweiler und Franz Alsters aus Paderborn werden am 10. Februar für fünf Wochen zum gemeinsamen Einsatz nach Haiti aufbrechen.

Der haitianische Direktor Père Raymond vom Ausbildungs- und Produktionszentrum CTSJ in Jérémie hat über den deutschen Senior Expert Service (SES) unser langjähriges Vorstandsmitglied Karl Amann beauftragt, ans CTSJ zu kommen, um dort einige defekte Maschinen zu reparieren und dabei auch geeignete Personen in Haiti anzuleiten, damit sie in Zukunft solche Arbeiten möglichst selbstständig vornehmen können. Auch die Inbetriebnahme weiterer Holzbearbeitungsmaschinen in der neuen Holzwerkstatt steht auf seinem Programm.

Anfang Januar wurde Karl Amann bei einem SES Vorbereitungsseminar in Bonn auf seinen Einsatz in Haiti vorbereitet. sein. Dort hat er auch persönliche Kontakte zu weiteren Entwicklungshelfern für Haiti aufbauen können. Ebenso hat Karl Amann zuvor eine intensive persönliche Einweisung für eine spezielle Maschinenreparatur erhalten, die er hoffentlich so in Jérémie umsetzen kann. Allerdings muss er vor Ort in Haiti zunächst eine genauere Bestandsaufnahme machen, da einige Maschinen von Pro Haiti schon vor 20 Jahren nach dort geliefert wurden und diese haben sicher unter dem trophischen Klima und der salzigen Luft gelitten.

Karl Amann kennt wie kein anderer die vielen Geräte und Maschinen, die Pro Haiti im Laufe der Zeit auch mit seiner Hilfe in beinahe 20 Containern nach Jérémie transportiert hat. Aber für ihn ist es jetzt sein erster Einsatz in Haiti und er beherrscht weder die Landessprache Kreol – noch die französische Amtssprache. Wenn er auf Englisch nicht weiterkommt, wird Franz Alsters ihm mit der französischen Kommunikation helfen.

 

Da der SES immer nur eine Person in ein Projekt entsendet, hat der Vorstand von Pro Haiti den erfahren Entwicklungshelfer Franz Alsters gebeten und beauftragt, Karl Amann bei dem großen Vorhaben zu unterstützen.Franz Alsters war inzwischen schon mehrfach in Haiti im Einsatz und zuletzt hat er für Pro Haiti im Jahre 2015 am CTSJ die große Solarstromanlage auf dem Hauptgebäude installiert. Das Trapezblechdach und die Solarstromanlage wurden so stabil montiert, dass dieses eines der wenigen Blechdächer in Westen Haitis war, welches den Hurrikan Matthew im Oktober 2016 gut überstanden hat. Auch hierzu hatte Karl Amann im Vorfeld wesentlich beigetragen, weil er vorher alles solide geplant und dokumentiert hatte.

Im CTSJ soll Franz Alsters zusätzlich eine Flaschnerwerkstatt vorbereiten, für die die benötigten Maschinen und das Zubehör bereits vor Ort sind. Die beiden Einsatzhelfer werden jeweils noch Zusatzgepäck mitnehmen, um benötigtes Material persönlich zu transportieren.

Hühnerstall für Monsieur Pierre

Der ca. 80-jährige Monsieur Pierre ist der Wachmann vom sogenannten „Pro Haiti Haus“ in Jérémie. Dieses Haus wird in der Stadt auch „deutsches Haus“ genannt, nicht zuletzt, weil die Pfosten an der Einfahrt in den Farben der deutschen und der haitianischen Flagge bemalt wurden, um die Verbundenheit zwischen dem deutschen Verein Pro Haiti und der haitianischen Bevölkerung zum Ausdruck zu bringen. Dies Haus wurde auch schon vor gut 20 Jahren von Pro Haiti finanziert und damals von Franz Groll und seinem Bautrupp am Hang oberhalb der Küstenstadt errichtet.

Nach der Rückkehr vom Ehepaar Groll haben dort immer wieder nachfolgende Direktoren des Ausbildungs- und Produktions-zentrums CTSJ gewohnt. Zusätzlich können dort bei Bedarf Lehrer oder Schüler, die sonst nicht in Jérémie wohnen, ein Zimmer mieten. Ein Gästezimmer wird auch immer wieder mal von Pro Haiti Mitgliedern und anderen Helfern genutzt, wenn sie dort vor Ort im Einsatz sind. Zusätzlich sind in dem zweigeschossigen Haus noch eine Köchin und der Wachmann Monsieur Pierre aktiv.


Das massive Gebäude und das Dach haben den mächtigen Wirbelsturm Matthew vor einem Jahr recht gut überstanden und nur einige Fenster mussten erneuert werden. Aber Hurrikan Matthew hat den kleinen Hühnerstall von Monsieur Pierre total zerlegt.

 

Deshalb hat Pro Haiti im Sommer mit einer ungewöhnlichen Maßnahme den Hühnerstall von Monsieur Pierre von einem Bautrupp komplett neu auf stabilen Fundamenten errichten lassen. So kann Monsieur Pierre dort auf dem Grundstück wieder Hühner halten und damit etwas zum Lebensunterhalt beitragen.

 

Er ist sehr stolz auf seinen neuen Stall und er ist Pro Haiti sehr dankbar für diese außergewöhnliche Hilfe.

Holzwerkstatt wird eingerichtet

Seit zwei Wochen betreut der belgische Willy Peeters im Auftrag des deutschen Senior Expert Service die Einrichtung der Holzwerkstatt im Berufsausbildungs-zentrum CTSJ in Jérémie.

Inzwischen wurden bereits alle Holzbearbeitungs-maschinen von den haitianischen Mitarbeitern einsatzbereit montiert und deren Funktion haben sie zusammen mit Willy Peeters ebenfalls getestet. Die Elektriker des CTSJ haben alle nötigen Strom-anschlüsse in der neuen Werkstatt installiert und für die meisten Maschinen wurde bereits ein erfolgreicher Probelauf durchgeführt. Alle elektrischen Geräte werden von der 2015 auf dem Hauptdach des CTSJ installierten Photovoltaikanlage und deren Batterieanlage versorgt. So wird die in Haiti reichlich scheinende Sonne einen ganztägigen Betrieb der Maschinen erlauben ohne dass ein Dieselgenerator laufen muss.

Auf der Hobelmaschine wurde jetzt sogar schon das erste haitianische Holz bearbeitet.

Sponsorenlauf Spende für Haiti

 

Auch in letztem Schuljahr hat die Gechinger Schlehengäu-Schule wieder einen sehr erfolgreichen Sponsorenlauf durchgeführt. Mit 2736 Euro wurde wieder ein Drittel des Erlöses davon für haitianische Grundschüler gespendet, deren Familien sonst das nötige Schulgeld kaum aufbringen können. Mit dieser Spende kann Pro Haiti über die haitianische Kontaktperson Kesnel Brezier vor Ort das Schulgeld für alle bedürftigen Schüler und Schülerinnen für die nächsten zwei Jahre bezahlen.

Während der offiziellen Spendenübergabe wurden an der Schlehengäu-Schule auch Bilder mit den haitianischen Schulkindern gezeigt, die diese Grundschule in Sarbousse bei Léogâne besuchen.

Ganz in der Nähe hatte Franz Groll nach dem großen Erdbeben von 2010 ein großes Berufsausbildungszentrum errichtet. Auch genau vor einem Jahr – direkt nach der Hurrikan Matthew - hat Pro Haiti dieser Schule sehr schnell geholfen, dass sofort das gesamte Dach dieser Schule repariert werden konnte.


Bei der Scheckübergabe für Pro Haiti bedankte sich das Ehepaar Franz und Marie-Josée Groll bei den Schülern und Schülerinnen und allen Beteiligten für diesen großartigen Einsatz.

Haiti - ein Jahr nach Matthew

In der aktuellen Hurrikan-Saison wurde der Norden Haitis von den Wirbelstürmen Irma und Maria gestreift und dabei haben starke Regenfälle insbesondere den Norden Haiti betroffen. In diesen Tagen jährt sich die gewaltige Hurrikan-Katastrophe Matthew, die insbesondere den Süden und Westen von Haiti total zerstört hat. Franz Groll vom Aidlinger Verein „Pro Haiti“ erinnert daran:

„Neben den geschätzten 1000 Toten, die vor einem Jahr Anfang Oktober 2016 direkt durch den Hurrikan ums Leben kamen, wurden in der gesamten Region die komplette Ernte und alle Wohnhäuser mit Wellblechdach zerstört.
Auch die Küstenstadt Jérémie und das dort von Pro Haiti errichtete Berufs- und Produktionszentrum CTSJ waren schwer betroffen.

Glücklicherweise hatte Pro Haiti ein Jahr zuvor das gesamte Dach des Hauptgebäudes mit einer besonders stabilen Wellblechkonstruktion aus Deutschland und mit einer gut gesicherten Photovoltaikanlage neu eingedeckt, so dass dieses Dach als einziges Wellblechdach in Jérémie den orkanstarken Stürmen von Matthew standgehalten hat. Nur einige umgestürzte Bäume hatten es leicht beschädigt.
Eine nebenstehende sehr hohe Werkstatt wurde durch den Sturm jedoch fast komplett zerlegt: Das komplette Dach wurde abgerissen und stürzte ins Gebäude und die Giebelfront stürzte gleich mit in die Tiefe. Auch alle umstehenden Bäume wurden entblättert oder gleich ganz entwurzelt.“

Dieses Gebäude und auch drei weitere konnten zum Jahresbeginn 2017 durch den Hilfseinsatz von Franz Groll und seinem Bautrupp wiederinstandgesetzt werden. Dort wurde für eine neue Holzwerkstatt außer dem neuen Dach anschließend auch der Fußboden erneuert und das Gebäude mit den Toren komplett neu gestrichen. So entstand bis zum Sommer ein gut 100 qm großer Arbeitsraum, in dem noch jetzt im Oktober die Holzwerkstatt in Betrieb gehen soll.

Schon seit Jahresbeginn hatte Pro Haiti in Deutschland unter der Führung von Karl Amann aus Lehenweiler viele gebrauchte Holzbearbeitungsmaschinen und Zubehör beschafft und dieses alles säuberlich und kompakt im Übersee-Container nach Jérémie transportieren lassen. Für Vorstandsmitglied Willi Krull aus Gechingen war dies schon der 18. Übersee-Container, den er für Pro Haiti in den letzten Jahrzehnten immer mit detaillierter Ladeliste nach Jérémie geschickt hat. Alle Geräte und Pakete wurden dort inzwischen in dem frisch renovierten Gebäude ausgeladen.

CTSJ Reparaturen abgeschlossen

 

Nachdem das Ehepaar Groll aus Gechingen Ende März Haiti wieder verlassen hatte, wurden von den Verantwortlichen in Jérémie alle noch nötigen Arbeiten zur Reparatur an den Gebäuden der CTSJ Berufsschule eigenständig zu Ende ausgeführt. Somit sind jetzt insbesondere die Dächer aller Gebäude wiederhergestellt und sturmsicher verankert.

 

In der geplanten Holzwerkstatt musste zusätzlich noch der Fußboden um fast einen Meter erhöht werden, da dort zuvor der tieferliegende Fußboden für den ehemaligen Bootsbau in dem Gebäude genutzt wurde. Jetzt wurde dort ein neuer Betonboden eingebracht und das gesamte Gebäude neu gestrichen.

 

So ist dort alles bestens vorbereitet für die Einrichtung der neuen Holzwerkstatt, für die alle Maschinen und Einrichtungen im letzten Container von Deutschland aus verschifft wurden.

Im Vorfeld der offiziellen Mitgliederversammlung 2017 haben unsere Mitglieder Franz Groll und Michael Groll insbesondere über die neuesten Entwicklungen und die aktuellen Projekte informiert. Beide waren dieses Jahr schon für Pro Haiti einige Wochen lang in Haiti aktiv und sind jetzt zurück in Deutschland. Ihre Einsätze waren geprägt von den Projekten, die Pro Haiti nach dem verheerenden Wirbelsturm Matthew in Haiti gestartet hat. Sie zeigten ausgewählte Bilder der Zerstörung und des Wiederaufbaus.

Franz und Marie-Josée Groll sind zurück

 

Anfang April sind Franz und Marie-Josée Groll wie geplant von ihrem zweimonatigen Einsatz in Haiti zurückgekehrt.

Am Sonntagvormittag konnten sie bereits wieder einige Freunde beim ökumenischen Gottesdienst in Deufringen begrüßen.

 

Nach den intensiven und arbeitsreichen Wochen in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince und in Jérémie freuen sich beide wieder in Gechingen zu sein. Franz Groll freut sich besonders darüber am Morgen wieder eine warme Dusche nehmen zu können. Über die letzten Tage in Haiti berichtet Franz Groll: „In der letzten Woche unseres Einsatzes hat es Petrus gut gemeint mit uns. Es hat nicht geregnet und so konnten die Reparaturarbeiten an den Dächern gut voranschreiten.“  Die großen Dächer von zwei Werkstattgebäuden konnten komplett neu errichtet und eingedeckt werden. Zusätzlich wurde zuletzt sogar das Dach des Büro- und Lagergebäudes mit neuen Dachblechen ausgestattet.

 

Zum Abschluss müssen die haitianischen Mitarbeiter jetzt noch die Firstbleche auf allen Dächer montieren. Alle restlichen Arbeiten wurden mit dem Zimmermann Mytho Lafontan abgestimmt und Franz Groll geht davon aus, dass Ende April alle bis dahin möglichen Arbeiten abgeschlossen sein werden.

Ein neues Dach entsteht

 

Der aktuelle Hilfs-Container Nr. 18 ist jetzt voll bepackt und geht jetzt auf seine Überseereise bis er in ca. 4 Wochen in der haitianischen Hauptstadt Port au Prince ankommen wird. Vielen Dank an alle Mitglieder und Helfer, die bei der Beschaffung und beim Beladen geholfen haben.

Der vorherige Container, der schwer beladen mit Bauholz und Dachblechen Ende 2016 auf seine Reise ging, ist erst Mitte März an seinem Bestimmungsort in Jérémie angekommen. Die meiste Zeit hat dieser Container für die letzten 300km vom Hafen der Hauptstadt bis zur Berufsschule CTSJ in Jérémie gebraucht. Wegen der Wahlen in Haiti verzögerte sich erst die Zollbearbeitung und dann musste der für den Transport vorgesehene LKW noch repariert werden, bevor die langwierige Reise über die Berge passieren konnte. Schließlich kam der Transport-LKW spät abends mit nur 9 statt 10 Rädern an. Ein Reifen war etwa 20 km vorm Ziel geplatzt und ein Ersatzrad gab es nicht, weil man keinen geeigneten Reifen finden konnte.

Der Inhalt des Containers war schon sehnsüchtig erwartet worden und umso größer war die Freude bei Ausladen. Franz Groll und sein Bautrupp waren hellauf begeistert von den mitgelieferten Werkzeugen wie Akku-Hämmern, Akkuschraubern, einer Säbelsäge und weiterem Zubehör. So hatte dann jedes Team seine Werkzeuge einsatzbereit und musste nicht mehr dauernd Bohrer und Bits wechseln.

 

Die Dachkonstruktion war zu dem Zeitpunkt schon komplett vorbereitet und alles war mit dem Betongurt des Mauerwerks fest verankert, so dass ein nächster Orkan das Dach nicht mehr wegreißen kann. Wegen der guten Vorarbeiten konnte gleich am nächsten Tag die Dachlattung der zukünftigen Holzwerkstatt beginnen und am nächsten Tag begann das Verlegen der Trapezbleche. Diese Arbeit war allerdings sehr zeitraubend, weil für das Walmdach viele Bleche passend zugeschnitten werden mussten.

Hohlsteindecken als Alternative zu Blechdächer

Diesmal setzte die Regenzeit in Haiti schon ab Mitte März ein und so mussten die Reparaturarbeiten häufig unterbrochen werden. Aber in den Regenpausen wurden andere Arbeiten in den Werkstätten vorgenommen: Neben Nagelbinderkonstruktionen soll die Berufsschule CTSJ auch Hohlsteindecken aus Beton fertigen können.

Dazu hat Franz Groll während der Regenpausen die Formen für die Gitterträger der Hohlsteindecke aus Brettern fertigstellen lassen. Die Form für die Hohlsteine hat ein früherer Lehrling und Ausbilder des CTSJ hergestellt, er hatte dafür über 20 Jahre lang die Originalzeichnungen von Franz Groll aufbewahrt. Der erste Auftrag für eine Hohlsteindecke wird in Kürze beim Neubau eines Pfarrhauses durchgeführt werden.

Franz Groll wird die letzten Tage vor der Rückkehr nach Deutschland nutzen, um alle Handwerker so einzuweisen, dass sie die verbleibenden Reparaturaufgaben und neue Projekte eigenständig umsetzen können.

Spenden für Dach- und Hausreparaturen

 

Durch direkten Kontakt mit einem Selbsthilfe-Verein in Jérémie hat Pro Haiti inzwischen eine Liste von hilfsbedürftigen Familien erhalten. Bei den oft vielköpfigen Familien sind durch Wirbelsturm Matthew die Dächer auf ihren Häusern zerstört oder komplett weggerissen worden. Pro Haiti will mit einem Großteil der aktuellen Spenden dem Selbsthilfe-Verein die nötige Unterstützung geben, damit diese Wohnhäuser wieder ein stabiles neues Dach erhalten. 

 

Für diese Projekte hat Pro Haiti die ersten 5000 Euro nach Haiti transferiert. Als erstes soll der sechsköpfigen Familie E. aus dem armen Stadtteil Caracolie II in Jérémie geholfen werden, ein neues Dach über dem Kopf zu erhalten. 

Das Foto zeigt das abgeräumte Dach dieser Familie.

Bei einigen Familien wurden durch Matthew auch noch Wände durch die heftigen Regenfälle weggespült oder zerstört. Dort werden zusätzlich Maurerarbeiten nötig, die jetzt gleichzeitig begonnen haben.

Wirbelsturm Matthew wütete in Haiti

Oktober 2016: In den letzten Tagen und Stunden erreichen uns erste persönliche Berichte aus Haiti über die schweren Schäden, die dort der Wirbelsturm Matthew Anfang des Monats angerichtet hat. Wie viele Tote und wie groß die Zerstörungen im Land sind, lässt sich noch nicht beziffern - aber diese Katastrophe trifft das arme Land sehr schwer.

Von unserer Kontaktperson Mackenson in Leogâne haben wir erfahren, das im ganzen Land sehr viele Bäume umgestürzt und ganz viele Bananenstauden abgeknickt sind.

  • In Leogâne wurde die ganze Stadt überflutet. Dort kamen auch einige Menschen uns Leben und viele sind verletzt.
  • Am stärkten hat es die Südküste getroffen, besonders in Les Cayes sind viele Häuser zerstört und es gab viele Tote.
  • Über Jérémie ist aus den Medien bekannt, dass dort fast alle Häuser schwere Schäden haben oder komplett zerstört wurden.  Das Zentrum des Wirbelsturms ist genau über die Gegend von Jérémie gezogen. Am Samstag, 8. Okt, konnten wir für kurze Zeit den ersten telefonischen Kontakt nach Jérémie herstellen. Ansonsten sind die Zufahrstwege versperrt und die Telekommunikationsanlagen sind gestört.

Die Präsidentschaftswahl, die am 9. Oktober stattfinden sollte, wurde verschoben.

Die Öffnung der Schulen wird ebenfalls verschoben, so auch beim CCFPL in Leogâne.

Schule ohne Dach

Die Dachbleche der Schule "Institut Mixte Ambassadeur de Sarbousse" in der Nähe von Leogâne sind total zerstört.

 

Der Schuldirektor Kesnel Brezier hat obiges Foto seiner Schule geschickt und bittet Pro Haiti um Hilfe, das Schuldach zu reparieren. Pro Haiti schätzt, dass ca. 5000 Euro nötig sein werden, um diese Reparatur zu finanizieren. Unsere Kontaktperson Herr Mackenson wird uns helfen, unsere Unterstützung schnell umzusetzen.
 

Update 12. Okt.: Pro Haiti hat bereits 5000 Euro nach Haiti transferiert, um das nötige Material für die Dachsanierung vor Ort einzukaufen. Noch sind benötigte Dachbleche in der Region um Léogâne zu kaufen.

Hier ein paar aktuelle Tweets von Twitter zu #Haiti und #Jeremie:

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